Mit Auto in Fußgänger gerast

Terror-Fahrt? Fünf Verletzte in Jerusalem

Jerusalem - Schock in Jerusalem. Mehrere Monate war es ruhiger in der Stadt - nun lässt ein neuer Auto-Angriff wieder die Angst vor dem Terror wachsen. Doch Jerusalem will sich nicht einschüchtern lassen.

In Jerusalem hat es erstmals seit Herbst wieder einen Terror-Angriff mit fünf Verletzten gegeben. Ein Autofahrer habe mehrere Passanten gerammt, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Freitag. Der Täter fuhr anschließend hundert Meter weiter und verließ dann sein Auto mit gezücktem Messer. Er wurde den Angaben zufolge niedergeschossen und soll mittelschwer verletzt sein. Unter den Opfern sind laut Rosenfeld vier Grenzpolizistinnen. Die Polizei behandelt den Fall wie einen Terroranschlag.

In Israel finden derzeit zahlreiche Feierlichkeiten für das Purim-Fest statt. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat sagte der Nachrichtenseite „ynet“ zufolge, die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt seien erhöht worden. Jerusalem dürfe sich von dem Anschlag jedoch nicht verunsichern lassen: „Wir werden nicht zulassen, dass Terror unseren Alltag zerstört.“ Man werde den Terrorismus kompromisslos bekämpfen.

Die radikal-islamische Hamas lobte den Angriff der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan zufolge. Er sei die „logische Antwort auf die Verbrechen der Besatzung“, hieß es.

Mit dem Anschlag am Freitag kehren alte Ängste nach Jerusalem zurück. Im Herbst waren bei einer Reihe von Anschlägen mit Fahrzeugen in Jerusalem und dem Westjordanland mehrere Israelis getötet und zahlreiche Menschen verletzt worden. Der aktuelle Tatort liegt in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle, an der Anfang November ein Anschlag verübt worden war. Damals waren bei einer Auto-Attacke zwei Israelis getötet und 14 weitere Menschen verletzt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Insa-Umfrage: FDP im Aufwind
Berlin (dpa) - Nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche haben Liberale, Sozialdemokraten, Grüne und Linke in einer Umfrage in der Wählergunst leicht zugelegt. Dagegen …
Insa-Umfrage: FDP im Aufwind
Gedenken auf Kuba: Ein Jahr ohne Fidel Castro
Viele Kubaner konnten sich ein Leben ohne den Revolutionsführer gar nicht vorstellen. Viel verändert hat sich auf der sozialistischen Karibikinsel seit Castros Tod vor …
Gedenken auf Kuba: Ein Jahr ohne Fidel Castro
Die Grünen suchen ihre Zukunft in Berlin
Die Grünen treffen sich am Wochenende zum Parteitag in Berlin. Nach dem Jamaika-Knall steuert die Partei vorerst ins Unbekannte. Personalfragen stehen an, doch noch ist …
Die Grünen suchen ihre Zukunft in Berlin
Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa wird vereidigt
Bis zu den für 2018 geplanten Wahlen soll Mnangagwa das Land mindestens führen. Heute wird der Nachfolger von Simbabwes Langzeitpräsident Mugabe öffentlich vereidigt.
Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa wird vereidigt

Kommentare