Geplanter Anschlag in Berlin

Mutmaßlicher IS-Anhänger soll 7-Jährigen als Kindersoldaten trainiert haben

Ein mutmaßlicher IS-Anhänger soll das siebenjährige Kind seiner Lebensgefährtin zum Kindersoldaten trainiert haben. Geplant war offenbar ein Bombenanschlag auf eine Synagoge in Berlin.

München - Vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München beginnt im Februar der Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Anhänger, der einen Bombenanschlag auf eine Synagoge in Berlin geplant und versucht haben soll, das siebenjährige Kind seiner Lebensgefährtin als Kindersoldaten zu trainieren. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, soll der Prozess gegen den Syrer Abdulhadi B. am 20. Februar beginnen. Bis zum 22. März sind 14 Verhandlungstage angesetzt.

Dem 30-Jährigen mutmaßlichen Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) werden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie gefährliche Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen.

B. soll laut Anklage an den Planungen für einen Bombenanschlag auf eine Berliner Synagoge beteiligt gewesen sein. Er soll zudem dem Kind seiner früheren Freundin Propagandavideos des IS gezeigt und den Jungen verprügelt haben, um ihn als Kindersoldaten zu trainieren. Der zuletzt an der Universität Würzburg immatrikulierte Medizinstudent soll seit dem Jahr 2014 außerdem versucht haben, mehrere Menschen dazu zu bewegen, Anschläge für den IS zu begehen.

afp

Auch interessant

Kommentare zu diesem Artikel