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Der Angeklagte soll in der Nähe von Aleppo einen gefallenen Gegner entstellt und verhöhnt haben. 

Urteil nächste Woche

Mutmaßlicher IS-Kämpfer soll achteinhalb Jahre hinter Gitter

Frankfurt/Main - Wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Kriegsverbrechen in Syrien soll ein 30-jähriger Mann zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt werden.

Das beantragte die Bundesanwaltschaft am Montag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. In ihren Schlussvorträgen erklärten die Anklagevertreter, es gebe keine Zweifel daran, dass der Angeklagte im September 2013 nach Syrien ausgereist sei, um sich dort dem Kampf des IS anzuschließen.

Als Kriegsverbrechen werteten sie einen Vorfall, bei dem in der Nähe von Aleppo ein gefallener Gegner entstellt und verhöhnt worden sei. Der Angeklagte habe die Szene mit seinem Mobiltelefon aufgenommen und das Video mit Gebetstexten unterlegt. Zudem habe er nach Ansicht der Bundesanwaltschaft Gesinnungsgenossen zu weiterer Gewalt aufgefordert. Am Dienstag sollen die beiden Verteidiger ihre Plädoyers halten. Die Urteilsverkündung ist bislang für Anfang kommender Woche vorgesehen.

dpa

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