Mann 2016 in NRW festgenommen

Mutmaßlicher IS-Wachmann in Düsseldorf angeklagt

Karlsruhe - Ein mutmaßlicher Wachmann der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) muss sich aller Voraussicht nach in Düsseldorf vor Gericht verantworten.

Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf Anklage gegen ein 31-jähriges mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhoben. Der im vergangenen Sommer festgenommene Mann soll sich vor seiner Einreise nach Deutschland in Syrien dem IS angeschlossen haben, wie die Anklagebehörde am Mittwoch in Karlsruhe erklärte. Das OLG muss entscheiden, ob es zum Prozess kommt.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen tadschikischen Staatsbürger, der laut Bundesanwaltschaft im April 2015 aus seiner Heimat nach Syrien reiste, wo ihn der IS militärisch ausbildete und unter anderem als "Wachmann" einsetzte. Er verschickte in dieser Zeit demnach darüber hinaus mindestens fünf Videobotschaften, in denen er insbesondere seine tadschikischen Landsleute aufforderte, es ihm gleich zu tun.

Den Ermittlern zufolge verließ er Syrien spätestens nach etwa fünf Monaten im September 2015 wieder und gelangte anschließend nach Deutschland. Dort wurde er im Juni 2016 in Nordrhein-Westfalen festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm unter anderem Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrorvereinigung vor.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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