War die Kündigung rechtens?

Mutmaßlicher Islamist klagt gegen Kündigung bei VW

Braunschweig - Er wurde von VW gekündigt, weil es sich bei ihm um einen mutmaßlichen Islamisten handeln soll. Jetzt klagt der Mann gegen die Kündigung  - wie wird das Gericht entscheiden?

Ein mutmaßlicher Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat klagt am Arbeitsgericht Braunschweig gegen den Autobauer VW, weil der Konzern dem Mann gekündigt hat. Wie die „Braunschweiger Zeitung“ (Dienstag) berichtete, handelt es sich bei dem Kläger um einen Mann aus der Wolfsburger Salafisten-Szene, der Ende 2014 nach Syrien ausreisen wollte und dem deswegen der Reisepass entzogen wurde.

Nachdem das Verwaltungsgericht im September entschieden hatte, dass der Entzug des Passes rechtens war, kündigte VW dem Mann. Eine Entscheidung über die Klage sei frühestens am 13. Februar zu erwarten, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.

Erst am Montag hatte das Arbeitsgericht über einen ähnlichen Fall entschieden. Ein Mitarbeiter von Salzgitter Flachstahl war entlassen worden, weil auch er einen islamistischen Hintergrund haben soll und mit seinen Ansichten den Betriebsfrieden gestört haben soll. Das Gericht entschied, dass die Kündigung unwirksam sei. Das Unternehmen hat nun einen Monat Zeit, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

dpa

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