Untersuchungshaft

Mutmaßlicher Terrorhelfer in Bayern festgenommen

München - Die bayerischen Behörden haben einen mutmaßlichen Terrorunterstützer festgenommen. Am Donnerstag wurde der Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft in München am Donnerstag mitteilte, wurde der 33-jährige Mann aus Bosnien-Herzegowina am Dienstag im Raum Nürnberg-Fürth gefasst. Er sei "dringend verdächtig, die ausländische terroristische Vereinigung Dschunud al-Scham durch die Lieferung mehrerer Kraftfahrzeuge unterstützt zu haben".

Zudem wird dem Mann laut Ermittlern ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz in Syrien zur Last gelegt. Der Beschuldigte wurde demnach am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts München vorgeführt, der ihm den vorliegenden Haftbefehl eröffnete und den Vollzug der Untersuchungshaft anordnete. Den Haftbefehl hatte laut Generalstaatsanwaltschaft die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus erwirkt.

Weitere Festnahmen in Gießen und Düsseldorf

Die Bundesanwaltschaft hat zwei mutmaßliche Mitglieder der syrischen Dschihadistenmiliz Dschabhat Al-Nusra festnehmen lassen. Die 26 und 35 Jahre alten Syrer wurden am Mittwoch im Raum Gießen und in Düsseldorf festgenommen, wie die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Zudem wurden demnach ihre Wohnungen durchsucht.

Die beiden Beschuldigten werden verdächtigt, sich im Jahr 2013 der als ausländische terroristische Vereinigung eingestuften Dschabhat Al-Nusra angeschlossen zu haben. Sie sollen einer Kampfeinheit der Gruppe angehört und an Kämpfen in Syrien teilgenommen haben.

Einem der beiden Männer wird zudem vorgeworfen, im März 2013 "ein sogenanntes Schariaurteil" vollstreckt zu haben. Er soll zusammen mit weiteren Mitgliedern seiner Kampfeinheit insgesamt 36 Behördenmitarbeiter der syrischen Regierung getötet haben. Ihm werden deshalb Kriegsverbrechen und Mord zur Last gelegt.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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