Er betrieb Terror-Propaganda

Mutmaßliches IS-Mitglied in Ostwestfalen festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Ostwestfalen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen.

Karlsruhe – Die Bundesanwaltschaft hat in Ostwestfalen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Beamte des Bundeskriminalamts fassten den den 23-jährigen Syrer am Mittwoch, wie die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Laut Haftbefehl war der Syrer im September 2015 nach Deutschland eingereist und agierte als Kontaktmann zwischen dem IS-Sprachrohr Amaq und möglichen Attentätern. 

Er habe in diesem Zusammenhang einen Mann veranlasst, sich zu einem Brandanschlag auf ein schiitisches Gemeindezentrum in Schweden im Oktober 2016 zu bekennen, weil Amaq ohne einen solchen Beweis keine Meldung über den Anschlag habe veröffentlichen wollen, hieß es weiter. Danach habe sich der IS in einer von ihm veröffentlichen Zeitung zu dem Anschlag bekannt.

Ein nach dem Angriff mit einem Molotowcocktail in Schweden festgenommener Syrer wurde allerdings im April von einem Gericht in Malmö aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Auch wurde die Tat juristisch nicht als Terroranschlag eingestuft. Der nun in Deutschland festgenommene Syrer soll laut Bundesanwaltschaft auch in verschiedenen Chatgruppen Propaganda für den IS betrieben haben. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete am Donnerstag Untersuchungshaft an.

Erst kürzlich gab es bundesweit Anti-Terror-Razzien gegen mutmaßliche IS-Mitglieder. Auch ein Objekt in Bayern war im Zuge dessen durchsucht worden.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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