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US-Präsident Obama und Kubas Präsident Raul Castro. Nach Jahrzehnten politischer Eiszeit gibt es nun wieder offizielle Beziehungen. Foto: Michael Nelson/Alejandro Ernesto

Nach 50 Jahren Eiszeit: Kuba und USA nehmen Beziehungen auf

Die Feindschaft zwischen Kuba und den USA dauerte Generationen. Washington empfand das sozialistische Land wie einen Schandfleck in seinem Hinterhof. Die Wiederaufnahme der Beziehungen ist ein großer Coup Obamas.

Washington (dpa) - Nach mehr als 50 Jahren nehmen die USA und Kuba wieder diplomatische Beziehungen auf. Beide Regierungen verständigten sich darauf, in den jeweiligen Hauptstädten wieder Botschaften zu eröffnen, erklärte ein hoher US-Regierungsvertreter in Washington.

Damit geht nach einem halben Jahrhundert die Ära des Kalten Krieges in der Karibik endgültig zu Ende.

Die Überwindung der Feindschaft zwischen beiden Ländern gilt als einer der größten außenpolitischen Erfolge von US-Präsident Barack Obama. Ein genauer Termin für die Wiederaufnahme der Beziehungen wurde zunächst nicht genannt. Obama wolle sich offiziell am Mittwoch äußern, hieß es in Washington.

Erst Ende des Jahres hatten das sozialistische Kuba und die USA überraschend ihre jahrzehntelange Eiszeit beendet. Im April trafen Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro in Panama-Stadt zusammen. Es war das erste Treffen von Staatoberhäuptern beider Länder seit der kubanischen Revolution 1959.  

Erst im Mai hatte Washington Kuba von der Liste derjenigen Länder gestrichen, die Terrorismus unterstützen. Damit erfüllte Washington zugleich eine der wichtigsten Forderungen Havannas für eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen.

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