+
Ein Airbus A380 der Air France auf dem Flughafen in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert

Schwerer Triebwerksschaden

Nach Air-France-Zwischenfall: US-Behörde will A380-Prüfung

Eine A380 der Air France hatte Ende September nach einem "schweren Schaden" an einem vier Triebwerke auf dem Weg von Paris nach Los Angeles einen Notruf abgesetzt. Die Maschine landete daraufhin sicher in Neufundland.

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Zwischenfall mit einem A380 von Air France-KLM über Grönland hat die US-Luftfahrtbehörde die Untersuchung aller Triebwerke des betroffenen Typs angeordnet. Betroffen sind mindestens 125 Airbus-Flugzeuge - mehr als die Hälfte aller Exemplare des weltgrößten Passagierjets.

Diese werden von Triebwerken der Engine Alliance angetrieben, zu der der US-Konzern General Electric und die United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney gehören. Auch der Münchner Triebwerksbauer MTU arbeitet an den Triebwerken mit.

Eine A380 der Air France hatte Ende September nach einem "schweren Schaden" an einem vier Triebwerke auf dem Weg von Paris nach Los Angeles einen Notruf abgesetzt. Die Maschine landete daraufhin sicher in Neufundland. Laut der französischen Luftfahrt-Untersuchungsbehörde BEA hatte sich nach erster Begutachtung der sogenannte Fan - das drehende Element an der Vorderseite des Triebwerks - während des Flugs gelöst. Abgefallene Teile des Triebwerks wurden bereits geborgen.

Die Fluggesellschaften, die die A380 mit dem betroffenen Triebwerkstyp im Einsatz haben, müssen auf Weisung der FAA nun die Triebwerke äußerlich begutachten und bei sichtbaren Beschädigungen auch das Innere in Augenschein nehmen. Sollte sich ein typbedingter Fehler herausstellen, will die FAA möglicherweise weitere Maßnahmen anordnen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SPD-Chefin Nahles ruft zu Engagement für Europa auf
Berlin (dpa) - SPD-Chefin Andrea Nahles hat auf einem Parteikonvent zum Kampf gegen rechtspopulistische Parteien in Europa aufgerufen. Die SPD werde mit Herzblut für …
SPD-Chefin Nahles ruft zu Engagement für Europa auf
Neuer JU-Chef rudert nach seiner Abrechnung mit Merkel zurück: Wortwahl „unpassend“
Es weht ein neuer Wind in der Jungen Union: Nachdem Paul Ziemiak zum Generalsekretär der CDU berufen wurde, betont der neue JU-Chef Tilman Kuban das konservative Profil …
Neuer JU-Chef rudert nach seiner Abrechnung mit Merkel zurück: Wortwahl „unpassend“
Umfrage-Knall vor Landtagswahl in Sachsen: Plötzlich sind die Karten neu gemischt
Am 1. September wählen die Sachsen einen neuen Landtag. Eine neue Umfrage bringt nun Bewegung in den Wahlkampf. 
Umfrage-Knall vor Landtagswahl in Sachsen: Plötzlich sind die Karten neu gemischt
Maas hält Nato-Eingreifen in Serbien weiter für richtig
Stuttgart/Berlin (dpa) - 20 Jahre nach dem Beginn der Nato-Luftangriffe auf Serbien hält Außenminister Heiko Maas die deutsche Beteiligung daran weiterhin für richtig.
Maas hält Nato-Eingreifen in Serbien weiter für richtig

Kommentare