1860 trauert um „Atom-Otto“

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Ariel Zurawski fordert, dass sein Lastwagen wieder für Transporte freigegeben wird.

Beweismittel

Nach Anschlag in Berlin: Spediteur will Lastwagen zurück

Warschau - Der polnische Spediteur Ariel Zurawski, dem der Unglückslastwagen des Terroranschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember gehört, will sein Fahrzeug zurück.

Dass der Lastwagen noch immer in Deutschland als Beweismittel beschlagnahmt bleibe und nicht eingesetzt werden könne, beschere ihm Verluste, für die seine Gläubiger kein Verständnis hätten, sagte Zurawski am Samstag dem polnischen TV-Sender TVN24. Ihm drohe deshalb die Pleite. Er wolle von Deutschland kein Geld, sondern eine rasche Entscheidung, damit sein Lastwagen wieder für Transporte freigegeben werden könne.

Der Terrorist Anis Amri hatte bei dem Anschlag in Berlin auch den Fahrer des Lastwagens, Zurawskis Cousin, erschossen. Dann steuerte Amri den Lastwagen in den Weihnachtsmarkt und tötete dabei elf weitere Menschen und verletzte 50 zum Teil schwer.

Auf seiner Facebook-Seite bat Zurawski, spontane Geldsammlungen für seine Firma wieder einzustellen. Nach ersten Medienberichten über seine finanziellen Schwierigkeiten hätten ihm viele Menschen Spenden angeboten. Er wolle aber nicht zum Almosenempfänger werden, sondern wie bisher sein Geld selbst verdienen.

dpa

TV-Bericht, Polnisch

Facebook-Seite der Spedition, Polnisch

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