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Israels Regierung hatte das Iran-Atomabkommen bis zuletzt bekämpft. Doch nun soll bereits hinter verschlossenen Türen inoffiziell über amerikanische Hilfen zur Stärkung der Sicherheit Israels gegenüber dem Iran verhandelt werden. Foto: Dean Calma

Nach Atomabkommen mit Iran: USA und Israel verhandeln diskret

Tel Aviv (dpa) - Nach dem Scheitern der Blockade des Iran-Abkommens im US-Senat scheint sich Israels Regierung mit den Tatsachen abzufinden, obwohl sie die Vereinbarung bis zuletzt heftig bekämpft hatte.

Israelische und amerikanische Offizielle würden bereits  "unangekündigt, diskret und inoffiziell" über amerikanische Hilfen zur Stärkung der Sicherheit Israels gegenüber dem Iran verhandeln, berichtete die Tageszeitung "Haaretz" am Sonntag.

"Sondierungen auf unterer Ebene ebnen den Weg zu regulären Treffen auf höchster Ebene in den kommenden Wochen", schrieb das Blatt unter Berufung auf namentlich nicht genannte amerikanische und israelische Regierungsquellen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte bis zuletzt mit massiver Lobby-Arbeit danach getrachtet, die Entscheidungen im US-Senat zu beeinflussen und eine Blockade des Iran-Abkommens herbeizuführen.

Am vergangenen Donnerstag verfehlte jedoch der Senat das nötige Quorum für eine Blockade, obwohl die das Gremium dominierenden Republikaner geschlossen für eine solche gestimmt hatten. Israel befürchtet, dass sich der Erzfeind Iran nicht an das Atomabkommen halten und weiter insgeheim an der Entwicklung von Nuklearwaffen arbeiten wird.

"Haaretz"-Bericht, engl. (zahlungspflichtig)

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