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CSU-Parteivize Christian Schmidt.

Kreuzer: „Schmidt scheint nicht im Bilde zu sein“

CSU-Krach über Flüchtlings-Obergrenze

München – Aus der CSU kommt entschiedener Widerspruch gegen eine Aussage von Parteivize Christian Schmidt, die Forderung nach einer Flüchtlings-Obergrenze sei unnötig geworden.

„Er scheint mir nicht im Bilde zu sein, was los ist“, sagte Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer dem Münchner Merkur (Montag) über Schmidt. „Das ist eine kurzsichtige Denkweise. Die Obergrenze ist keineswegs obsolet.“ Kreuzer warnte, im aktuellen Jahr sei die Flüchtlingszahl bereits weit höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. „Wir müssen verdammt aufpassen, dass das in den Sommermonaten nicht noch massiv ansteigt.“

Unterstützung äußerte Kreuzer für Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Integration der Geflüchteten und ihre Aufforderung, sie sollten hiesige Gebräuche und Regeln akzeptieren. „Ich halte das für richtig. Wir nennen das Leitkultur“, sagte Kreuzer. „Die Zuwanderung, die wir im Moment haben, darf nicht dazu führen, dass sich in kürzester Zeit unser Land verändert. Diejenigen, die herkommen, müssen sich mit den Gegebenheiten abfinden. Man muss klarstellen, nach welchen Regeln das zu laufen hat.“ Kreuzer sagte: „Wir werden das nicht schaffen, wenn wir Integration nicht vernünftig angehen.“

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