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Schmidt vs. Söllner: Der Agrarminister wurde angezeigt.

„Ich verlange nur Gerechtigkeit“

Nach Glyphosat-Alleingang: Söllner zeigt Minister Schmidt (CSU) an

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Christian Schmidt steht für seine „Glyphosat-Stimme“ stark in der Kritik. Hans Söllner beschimpfte ihn dafür auf Facebook und geht jetzt noch einen Schritt weiter.

Bad Reichenhall - Der bayerische Musiker Hans Söllner teilt auf Facebook immer mal wieder aus und mischt sich in politische oder gesellschaftliche Diskussionen ein. Momentan hat er es auf Agrarminister Christian Schmidt abgesehen, der wegen seines Alleingangs zum Thema Glyphosat stark in der Kritik steht. Vor knapp zwei Wochen bezeichnete Söllner ihn auf seiner Facebook-Seite als „Verbrecher an der Menschheit“ und forderte einen „absoluten Wahlboykott für CSU und CDU und ein Berufsverbot für Bauern und Landwirte, die dieses Gift einsetzen“.

„Es reicht nicht, nur zurücktreten zu müssen“

Für den Musiker ist es damit aber nicht getan. Er geht noch einen Schritt weiter und veröffentlichte nun einen Post auf Facebook, in dem er alle auffordert, mitzuziehen. Ihm reicht es nicht, dass der Landwirtschaftsminister nur zurücktritt. Söllner möchte verhindern, dass Schmidt „danach womöglich in seiner Partei als Familien- oder sogar als Verteidigungsminister wieder in einem öffentlichen Amt tätig sein kann“. Deshalb geht er gegen den Politiker jetzt rechtlich vor. In einer Strafanzeige, die er auf Facebook veröffentlicht hat, beschuldigt er Schmidt der vorsätzlichen, hilfsweise fahrlässigen Körperverletzung, Gewässerverunreinigung und Bodenverunreinigung.

Seinen Brief hat er auf seiner Homepage eingestellt und ruft dazu auf, sich die Anzeige herunterzuladen und mit dem eigenen Namen abzuschicken. Die Facebook-User finden sein Engagement wie so oft beeindruckend und unterstützen ihn.

Ist Schmidt als Agrarminister noch tragbar?

Kritik an seinem Alleingang hagelte es für Christian Schmidt von vielen Seiten, auch aus den eigenen Reihen. So sprach sich der CSU-Abgeordnete Erich Irlstorfer gegen Schmidts Vorgehen aus. Auch für die aktuellen Gespräche zur Regierungsbildung war Schmidts Entscheidung in Brüssel nicht vorteilhaft. Ist der CSU-Politiker überhaupt noch als Agrarminister tragbar? Stimmen Sie ab!

Video: Glomex

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