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Kinder spielen im "Kara Tepe" Camp auf Lesbos. Tausende Flüchtlinge haben hier vorübergehend Unterkunft gefunden nach dem Brand im Lager "Moria".

Lage beruhigt sich

Nach Brand: Neue Unterkünfte für 5.000 Flüchtlinge auf Lesbos

Lesbos - Zwei Tage nach dem Brand in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos haben die Behörden neue Unterkünfte für rund 5000 Lagerbewohner gefunden.

Die Lage im Lager Moria habe sich wieder beruhigt, "gelöst" sei das Problem aber noch nicht, sagte Bürgermeister Spyros Galinos am Mittwoch. Das Lager sei eigentlich für 3000 Bewohner ausgelegt, inzwischen lebten dort 6000 Menschen. Gegen diese Überfüllung müsse "sofort" etwas unternommen worden.

Am Montag war es in Moria zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Bewohnern gekommen, in deren Verlauf das Lager in Brand gesetzt wurde. Nach Polizeiangaben gingen 60 Wohncontainer, hundert Zelte und drei Verwaltungscontainer in Flammen auf. Tausende Bewohner ergriffen die Flucht, griechische Medien zeigten Bilder von fliehenden Frauen mit ihren Babys auf dem Arm. Verletzt wurde aber niemand.

Bereits am Dienstag kehrten die ersten Bewohner in das Lager zurück. Minderjährige Flüchtlinge wurden vorübergehend in einem ehemaligen Kinderdorf untergebracht, in dem bereits Flüchtlingsfamilien leben. Andere kamen im zweiten Lager Kara Tepe auf Lesbos unter, wie die Aktivistin Eli Latsoudi sagte. Einige Flüchtlinge hätten auch in Kirchen übernachtet. Nach Angaben des Ministeriums für Seehandel sollen am Donnerstag weitere Schutzsuchende auf einer Fähre untergebracht werden.

Menschenrechtsgruppen hatten in der Vergangenheit immer wieder die Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern kritisiert. Moria gehört zu den größten Lagern in Griechenland. Schon in der Vergangenheit hatte es dort gebrannt, immer wieder gab es Zusammenstöße zwischen Bewohnern. Die Menschen sitzen in den Flüchtlingslagern fest, bis über ihre Aussichten auf Aufnahme in die EU entschieden wird.

AFP

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