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Nach Bundestagswahl: Treffen der AfD-Fraktion zu internen Arbeitsordnungen

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Tino Chrupalla, Alice Weidel, und Alexander Gauland stehen vor anderen Fraktionsmitgliedern beisammen
Die AfD nach der Bundestagswahl: Tino Chrupalla, Alice Weidel, und Alexander Gauland vor der konstituierenden Fraktionssitzung. © Kay Nietfeld/dpa/dpa-Bildfunk

Mit Beratungen zu ihrer internen Arbeitsordnung hat die neue AfD-Fraktion ihre konstituierende Sitzung im Bundestag fortgesetzt.

Berlin - Zu dem Treffen am Donnerstag waren nur 82 der insgesamt 83 AfD-Abgeordneten eingeladen. Nachdem am Mittwoch einige Abgeordnete Einwände gegen seine Aufnahme in die Fraktion geäußert hatten, hatte Matthias Helferich, der über die NRW-Landesliste der AfD in den Bundestag gekommen war, verzichtet. Ob er künftig zumindest als Gast an den Sitzungen teilnehmen will und darf, muss noch entschieden werden. Gegen Helferich war noch im Wahlkampf eine Ämtersperre verhängt worden. Hintergrund der vom Bundesvorstand beschlossenen Ordnungsmaßnahme waren Äußerungen in älteren Chats. Der AfD-Politiker bestreitet nicht, dass er sich darin als «freundliches Gesicht des NS» bezeichnet hatte. Dieser Begriff sei jedoch lediglich eine Fremdzuschreibung von linken Bloggern gewesen, die er «persifliert» habe, führte er aus. Kritik an Helferich kam nach Angaben aus Fraktionskreisen unter anderem von den Abgeordneten Uwe Witt und Gottfried Curio.

Strittig ist auch noch die Wahlordnung. Einige Mitglieder der neuen Fraktion wollen nicht, dass sich die beiden Spitzenkandidaten - die bisherige Fraktionschefin Alice Weidel und Parteichef Tino Chrupalla - gemeinsam zur Wahl stellen. Auch der Co-Parteivorsitzende Jörg Meuthen hatten sich gegen eine solche Abstimmung im Doppelpack ausgesprochen. Unterstützung für diese Lösung kam dagegen vom scheidenden Vorsitzenden Alexander Gauland. Er betonte, er habe mit Weidel als Co-Fraktionschefin sehr gut zusammengearbeitet. Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag 10,3 Prozent der Zweitstimmen erhalten. Über die Gründe für den Stimmenverlust - vier Jahre zuvor waren die Rechtspopulisten mit 12,6 Prozent der Stimmen größte Oppositionsfraktion geworden - gibt es in der Parteispitze unterschiedliche Auffassungen. (dpa)

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