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Recep Tayyip Erdogan

„Gefangene ihrer eigenen Politik“

Nach Erdogan-Eklats: Lafontaine fordert klare Reaktion von Merkel

Recep Tayyip Erdogan sorgt einmal mehr für Aufregung. Ex-Linke-Chef Oskar Lafontaine sieht die Bundesregierung in der Pflicht - und kritisiert Kanzlerin Merkel scharf.

Update vom 28.08.2018 - 11.40 Uhr: Wieder einmal gibt es Wirbel um den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Eine Statue desselben ist in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden aufgestellt worden und sorgt für reichlich Unmut.

Lafontaine: „Die Bundesregierung muss aufhören, Erdogan Waffen zu liefern“

Saarbrücken - Der frühere Linken- und SPD-Chef Oskar Lafontaine hat klare Worte der Bundesregierung beim bevorstehenden Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefordert. „Die Bundesregierung muss aufhören, Erdogan Waffen zu liefern“, sagte Lafontaine der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. „Und sie muss deutlich machen, dass sie den Weg in eine islamistische Diktatur in welcher Form auch immer nicht unterstützen kann.“ Erdogan sei jetzt auf der Suche nach wirtschaftlicher Hilfe.

Mit Blick auf den Besuch und das Abkommen zwischen der EU und der Türkei über die Verhinderung illegaler Migration sagte er: „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Erdogan als Türsteher engagiert und ist jetzt Gefangene ihrer eigenen Politik.“ Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland. Er wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit militärischen Ehren begrüßt und trifft auch mit Merkel zusammen. Außenminister Heiko Maas verteidigte den Besuch am Freitag, aber Merkel steht weiter für ihre Politik in der Kritik

Lesen Sie auch: Nach sonderbarem Erdogan-Aufruf an Türken: Lira im Sturzflug - Trump in Höchstlaune

dpa

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