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Zwei Tage nach dem versuchten Anschlag in Brüssel nahm die belgische Polizei vier Verdächtige fest. 

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Anschlagsversuch in Brüssel: Polizei nimmt vier Personen fest

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Brüssel – Nach der Explosion ist der Angreifer, ein 37-jähriger Marokkaner, identifiziert. Im Koffer waren Nägel und Gasflaschen. Wir berichten im News-Ticker. 

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  • Alarm am Dienstagabend um 20.30 Uhr in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Nach einer Explosion hat ein Soldat dort im Bahnhof Central einen Mann niedergeschossen.
  • Wie die Staatsanwaltschaft in Brüssel bestätigt, ist der Terrorverdächtige von Soldaten „neutralisiert“ worden.
  • Der Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof identifiziert.
  • Wodurch die Explosion ausgelöst wurde ist noch unklar.
  • Nach der Explosion brach in dem Bahnhof Panik aus, das Gebäude wurde geräumt.
  • Die Situation wurde nach Angaben des Brüsseler Krisenzentrums schnell unter Kontrolle gebracht.

11.35 Uhr: Nach dem vereitelten Terroranschlag am Brüsseler Zentralbahnhof haben die belgischen Behörden vier Menschen festgenommen. Bei Hausdurchsuchungen im Großraum Brüssel seien die Festnahmen erfolgt, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Die Behörde nannte keine Details zur Identität der Festgenommenen. Die vier würden nun eingehend befragt. 

Die News vom 21. Juli

13.20 Uhr:

Der Brüsseler Anschlagsversuch erinnert an frühere Attentate. Im März 2016 hatten mehrere Bomben islamistischer Attentäter am Brüsseler Flughafen und in einer Metrostation 32 Menschen getötet. Im Mai 2014 hatte im Jüdischen Museum ein französischer Islamist vier Menschen erschossen. Seitdem gehören nicht nur Polizisten, sondern auch mit Maschinenpistolen bewaffnete Militärpatrouillen zum Stadtbild.

Zuletzt hatten islamistische Attentäter Großbritannien und Frankreich angegriffen. In Paris gab es erst am Montag einen Anschlagsversuch auf Polizisten auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées. In Großbritannien hatte es zuvor Anschläge in Manchester und London gegeben.

11.50 Uhr: Vor dem Bahnhof von Namur im Süden Belgiens ist ein verdächtiges Paket entdeckt wurden. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, wurde der Bahnverkehr gestoppt und eine Sicherheitszone abgesteckt. Verkehr und Fußgänger wurden von dort ferngehalten und Bürger aufgefordert, sich an die Anweisungen der Polizei zu halten.

Attentäter von Brüssel war ein Marokkaner (37) aus Molenbeek

11.05: Uhr:Der 37-jährige Täter O. Z. wurde am 12. Januar 1981 in Marokko geboren. Das teilt Eric Van der Sijpt, der Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft, bei einer Pressekonferenz in Brüssel mit. Wann er nach Belgien kam, wird noch ermittelt. Sein Wohnsitz im Brüsseler Bezirk Molenbeek wurde in der Nacht von Spezialkräften durchsucht. Einzelheiten zu ersten Ergebnissen würden aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht bekanntgegeben. 

Laut Staatsanwaltschaft war der Attentäter zuvor noch nicht terroristisch in Erscheinung getreten. In dem Koffer, den der Marokkaner explodieren lassen wollte, seien Nägel und Gasflaschen gewesen. Bewaffnet sei der Mann nicht gewesen. Der Angreifer starb an Ort und Stelle an seinen Verletzungen. „Er wollte mehr Schaden anrichten als er es getan hat“, so Van der Sijpt. „Die Schäden hätten viel schlimmer ausfallen können.“

10.50 Uhr: Belgiens Ministerpräsident Charles Michel hat den Soldaten gedankt, die den mutmaßlichen Attentäter niedergeschossen hatten. In einer potenziell gefährlichen Situation hätten sie schnell und professionell reagiert, sagte Michel. Seine Landsleute mahnte er, sich nicht einschüchtern zu lassen und ihre Freiheit im Alltag und ihren Lebensstil zu bewahren.

Nach der Explosion halten wieder Züge am Brüsseler Bahnhof

09.40 Uhr: Der nach dem Terroranschlag gesperrte Zentralbahnhof in Brüssel ist wieder für den Verkehr freigegeben worden. Das teilte die Bahngesellschaft SNCB am Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Züge können demnach wieder in der Station halten. 

0 8.30 Uhr: Der Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof ist identifiziert. 

„Die Identität des Terroristen ist bekannt, wir konnten ihn identifizieren", sagte Belgiens Innenminister Jan Jambon am Mittwoch dem Fernsehsender RTBF. Weitere Einzelheiten nannte er, laut Presseagentur AFP, zunächst aber nicht.

Ob ein Sprengstoffgürtel, die Explosion ausgelöst hat, ist noch unklar. Es gab auch Hinweise wonach ein Koffer explodiert sein soll.

06.25 Uhr: Der belgische Ministerpräsident Charles Michel kündigte für den Mittwochvormittag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats an. Die Terrorwarnstufe im Land wurde bislang nicht auf das höchste Niveau angehoben. Was wir zur Explosion in Brüssel wissen und was nicht - lesen Sie hier.

Polizeiabsperrung am Brüsseler Zentralbahnhof.

Die News vom 20. Juni 2017

23.15 Uhr: Nach der Explosion und den Schüssen im Brüsseler Bahnhof Central war am Abend unklar, ob der angeschossene Mann noch am Leben ist.

22.35 Uhr: Ein weiterer Zeuge schilderte, wie nach der Explosion ein Mann in Handschellen abgeführt wurde. Unklar war dabei, ob es sich um dieselbe oder eine andere Person handelte.

22.20 Uhr: Der im Brüsseler Bahnhof Central nach einer Explosion „neutralisierte“ Mann hat nach Angaben eines Augenzeugen „Allāhu akbar“ (Gott ist groß) gesagt. Der etwa 30-Jährige habe das nicht laut gerufen, sondern eher gemurmelt, fügte der Bahnhofsmanager Jean Michel hinzu. 

22.07 Uhr: Augenzeugen hätten von einem Knall im Bahnhof berichtet, woraufhin viele Menschen schnell in Restaurants und andere Gebäude gelaufen seien. Inzwischen sei die Lage aber ruhig.

22.04 Uhr: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist ein Mann nach einer kleineren Explosion von Soldaten „neutralisiert“ worden. „Es gab eine kleinere Explosion an oder bei dem Mann“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine van Dymersch, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Sie wisse nicht, ob der Mann lebe oder tot sei. Sonst sei niemand zu Schaden gekommen. Der geräumte Bahnhof werde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt. 

Brüssels nahegelegene Hauptsehenswürdigkeit, der Große Platz mit dem historischen Rathaus, wurde jedoch nicht geräumt. Der unterirdisch gelegene Bahnhof Central ist einer der großen Umsteigebahnhöfe der belgischen Hauptstadt.

21.58 Uhr: Unter Berufung auf die Polizei berichten belgische Medien, eine Person mit Sprengstoffweste sei von einem patrouillierenden Soldaten niedergeschossen worden.

21.50 Uhr: Der Bahnhof sei nach dem „Vorfall“ geräumt worden, hieß es. Zuvor sei Panik in der Station und an den Gleisen ausgebrochen. Die belgische Polizei schrieb auf Twitter, dass die „Lage unter Kontrolle“ sei.

21.45 Uhr: Nach den Angaben, am es im Brüsseler Bahnhof Central zu einer „kleinen Explosion“. Weitere Personen wurden bei dem Zwischenfall angeblich nicht verletzt. 

21.35 Uhr: Wie Medien berichten, hat die Polizei eine Person mit Sprengstoffgürtel neutralisiert. 

21.25 Uhr: Die Bahngesellschaft SNCB teilte auf der Internetplattform Twitter mit, der Bahnverkehr sei auf Anweisung der Polizei unterbrochen worden, auch in anderen großen Stationen wie Brüssel-Nord und Brüssel-Midi.

Bilder: Explosion in Brüssel - Polizei räumt Bahnhof

Die Terrorgefahr in der belgischen Hauptstadt wird seit den Anschlägen auf den Flughafen und die Metro im März 2016 nach wie vor als hoch eingeschätzt. Dabei waren 32 Menschen getötet worden. Zu den Taten bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

dpa/AFP/js/rm

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