+
Die beiden kennen sich bereits: Jerome Boateng neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 10.11.2014 im Schloss Bellevue in Berlin.

"Hat mich gefreut"

Nach Gauland-Beleidigung: Boateng dankt Merkel

Berlin - Der Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng hat sich bei Angela Merkel für die Distanzierung von der Äußerung Gaulands, niemand wolle Menschen wie Boateng zum Nachbarn haben, bedankt.

Der Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng hat sich erfreut gezeigt über die klare Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Äußerung des AfD-Vizevorsitzenden Alexander Gauland. „Das hat mich natürlich gefreut. Vor allem, weil sie sich so klar und deutlich geäußert hat, was, glaube ich, auch wichtig ist. Nicht nur für mich, sondern auch für unser Land“, sagte Boateng den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Gauland hatte laut „Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“ (FAS) mit Bezug auf den Nationalspieler gesagt: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.“ Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Merkels Namen dazu: „Der Satz, der da gefallen ist, ist ein niederträchtiger und ein trauriger Satz.“Boateng ist in Berlin geboren. Er hat eine deutsche Mutter und einen ghanaischen Vater.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Parlament in Den Haag erkennt Völkermord an Armeniern an
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Türkei: Der Massenmord an Armeniern 1915. Es war Völkermord, sagt das niederländische Parlament. Ankara reagierte prompt.
Parlament in Den Haag erkennt Völkermord an Armeniern an
Merkel spricht von „Massaker“ in Ost-Ghuta
Täglich bombardieren Syriens Regierungstruppen das Rebellengebiet Ost-Ghuta. 400.000 Menschen sind dort eingeschlossen, die humanitäre Lage ist dramatisch. Doch im …
Merkel spricht von „Massaker“ in Ost-Ghuta
Bundestag lehnt AfD-Antrag um umstrittene Yücel-Texte ab
Auch nach seiner Freilassung sorgt Deniz Yücel weiter für Diskussionen in der deutschen Politik-Landschaft. Eine Forderung der AfD, den „Welt“-Journalisten für einzelne …
Bundestag lehnt AfD-Antrag um umstrittene Yücel-Texte ab
Union und SPD dämpfen Erwartung eines kostenlosen Nahverkehrs
Mit ihrem Brief nach Brüssel hat die Bundesregierung eine Debatte über kostenlosen Nahverkehr losgetreten, der laut der meisten Parteien unrealsistisch sei. Die Linken …
Union und SPD dämpfen Erwartung eines kostenlosen Nahverkehrs

Kommentare