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Manfred Weber

„Mit Stärke reagieren, nicht mit Naivität“

Nach Giftanschlag: CSU-Mann Weber schließt Sanktionen gegen Russland nicht aus

Der Fraktionsvorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, schließt europäische Sanktionen gegen Russland nicht aus.

Brüssel - Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber schließt neue Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf einen Ex-Agenten in Großbritannien nicht aus. „Wir haben einen nicht erklärten modernen Krieg Russlands gegen die Europäische Union“, sagte Weber unmittelbar vor Beginn des EU-Gipfels am Donnerstag in Brüssel. Russland wolle eine Destabilisierung, darauf dürfe nicht mit Naivität reagiert werden, sondern mit Stärke.

Weber plädiert für europäische Geschlossenheit

Der Fall des vergifteten ehemaligen Doppelagenten Agenten Sergej Skripal werde mit im Zentrum der Diskussionen auf dem Gipfel stehen, sagte der Fraktionsvorsitzende der konservativen EVP im Europaparlament. Mit einem Beschluss der Staats- und Regierungschefs über etwaige weitere Sanktionen gegen Russland rechne er aber noch nicht.

Weber erwartet von Kanzlerin Angela Merkel, dass sie nach ihrer Wiederwahl mit alter Stärke auf den Gipfel zurückkehrt. Notwendig sei jetzt Geschlossenheit der EU - sowohl bei der Frage von US-Zöllen als auch gegenüber Russland.

dpa

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