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Da geht es hin für Ludwig Spaenle: Er soll Antisemitismusbeauftragten der Staatsregierung werden.

Zukunft des ehemalige Kultusminister wohl geklärt

Neuer Job nach Kabinetts-Rauswurf für Söders Ex-Vertrauten Ludwig Spaenle

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Bei den Kabinettsposten ging er leer aus: Ludwig Spaenle soll nun aller Voraussicht nach den neu geschaffenen Posten des Antisemitismusbeauftragten der Staatsregierung übernehmen.

München – Es war eine der heikelsten Personalien der bayerischen Landespolitik in den vergangenen Wochen: Seit seiner Nichtberufung ins neue Kabinett bahnte sich zwischen den ehemaligen Vertrauten Ludwig Spaenle und Markus Söder eine echte Männerfeindschaft an. Immer wieder berichtete man in der CSU vom unterkühlten Umgang der beiden einstigen Freunde. Jetzt aber scheint eine neue Aufgabe für den ehemaligen Kultusminister gefunden, die die Wogen glätten könnte: Ludwig Spaenle soll aller Voraussicht nach den Posten des neu geschaffenen Antisemitismusbeauftragten der Staatsregierung übernehmen.

Doch im Vordergrund steht natürlich ein anderes Zeichen: Seit Tagen wird bundesweit darüber diskutiert, wie man dem wachsenden Antisemitismus entgegentreten kann. Ausgelöst hatten die Debatte der Auftritt der umstrittenen Rapper Farid Bang und Kollegah beim Musikpreis „Echo“ sowie eine Attacke auf einen 21-jährigen Israeli und seinen Freund in Berlin. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, forderte daraufhin einen Antisemitismusbeauftragten in allen Bundesländern. „Ich halte das leider für eine notwendige Maßnahme.“ Verbale und tätliche Gewalt seien keine Einzelfälle, sondern Alltag. „Es mehren sich die Sorgen und Zukunftsängste in der jüdischen Gemeinschaft.“

In der Staatsregierung zeichnete sich daraufhin rasch ab, dass der Freistaat dieser Forderung nachkommen will. Eine offizielle Bestätigung für die Personalie gibt es bislang nicht. Möglicherweise steht die Verkündung aber unmittelbar bevor. Spaenle ist am Montag beim Festakt anlässlich des 70. Jahrestags der Unabhängigkeit des Staates Israel in der Synagoge Ohel Jakob zu Gast.

Söder will Debatte beruhigen

Mit der Berufung würde Markus Söder nicht nur ein wichtiges Zeichen gegenüber den Juden setzen, sondern auch innerhalb der CSU die Debatte beruhigen. Im Münchner Bezirksverband waren nicht alle begeistert, dass der Ministerpräsident ihren Bezirksvorsitzenden nicht mehr berief. Spaenle selbst reagierte tief verletzt, wiederholte auf Nachfragen aber immer nur seine Standardaussage: „Ich wünsche ihm alles Gute. Und echte Freunde.“ Zuletzt kündigte er auch neuen Widerstand gegen die Tram durch den Englischen Garten an. Mit der neuen Aufgabe könnte der Frust zumindest ein wenig gelindert werden.

Lesen Sie auch: Spaenles Zukunft: „Zur Not wird der Ludwig halt Intendant“

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