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Bundessozialministerin Andrea Nahles verteidigt ihr Rentenkonzept und kündigt ein Weißbuch zur Arbeit 4.0 an. Foto: Sebastian Kahnert

Bundeskongress der Jusos

Nach Kritik: Nahles verteidigt Rentenkonzept

Dresden (dpa) - Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hat beim Bundeskongress der Jusos ihr Rentenkonzept als Verbesserung gegenüber dem derzeitigen Status quo verteidigt.

Nötig seien ein solidarisches Miteinander aller Generationen und eine individuellere, flexiblere Rente, erklärte sie in Dresden. Im Mittelpunkt stehe, "was Menschen wollen, was sie können und gesundheitlich schaffen". Voraussetzung für eine gute Absicherung im Alter seien darüber hinaus Veränderungen in der Arbeitswelt.

Nahles kündigte für Dienstag ein Weißbuch zur Arbeit 4.0 aus ihrem Ministerium mit Vorschlägen an, darunter zur Rückkehr von der Teilzeit- zur Vollzeitarbeit und eine "Wahlarbeitszeit" für Beschäftigte. "Ich möchte, dass Arbeitnehmer selbstbestimmter über die Lage ihrer Arbeitszeit reden dürfen." Das soll zwei Jahre ausprobiert werden - auf der Basis von Tarifverträgen und wissenschaftlich begleitet.

Angesichts der Digitalisierung solle jeder Arbeitnehmer zudem mit einem Guthaben für Weiterbildung ausgestattet werden, gestaffelt nach Qualifikation. "Und deshalb muss aus dieser Arbeitslosenversicherung eine Arbeitsversicherung werden", sagte die Ministerin.

Nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" empfiehlt das Ministerium ein "persönliches Erwerbstätigenkonto", das für jeden Bürger beim Start ins Berufsleben eingerichtet und mit einem Guthaben für Weiterbildung, Existenzgründung oder flexiblen Ruhestand eingerichtet wird. Die kein steuerfinanziertes Studium absolvierten, sollten dabei ein höheres Budget erhalten.

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