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Hunderttausende Katalanen hatten am Mittwoch eine Menschenkette gebildet.

Freies Katalonien: Madrid zum Dialog bereit

Madrid/Barcelona - Nach der Massenkundgebung in Katalonien für die Unabhängigkeit der Region hat die spanische Regierung Dialogbereitschaft geäußert.

 „Wir sind bereit, alle anzuhören“, sagte Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Donnerstag. „Dazu gehört aber auch die schweigende Mehrheit.“ Madrid wolle im Dialog mit der katalanischen Regionalregierung nach einer Lösung auf der Grundlage der spanischen Verfassung suchen.

Hunderttausende Katalanen hatten am Vortag eine 400 Kilometer lange Menschenkette durch ihre Region gebildet und damit für eine Abspaltung Kataloniens von Spanien demonstriert. Der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz meinte, die schweigende Mehrheit der Katalanen habe an der Kundgebung nicht teilgenommen. Dagegen erklärte Carme Forcadell, Präsidentin der Katalanischen Nationalversammlung, die die Menschenkette organisiert hatte: „Die schweigende Mehrheit war auf der Straße und hat demonstriert.

In Madrid überfielen am Mittwoch etwa 20 Rechtsradikale das katalanische Kulturzentrum. Sie verletzten fünf Menschen und richteten Verwüstungen an. Nach Angaben der Polizei wurden sechs mutmaßliche Gewalttäter festgenommen.

dpa

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