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Nach dem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Hauptstadtpresse fordert Bayerns CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer (Archivbild) schärfere Grenzkontrollen.

Thomas Kreuzer

Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

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München – Nach dem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Hauptstadtpresse fordert  Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer schärfere Grenzkontrollen.

Der Streit zwischen CSU und CDU in der Flüchtlingspolitik bricht nach dem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Hauptstadtpresse wieder voll auf.

Mehrere führende CSU-Vertreter äußerten ihren Unmut über die Kanzlerin. Fraktionschef Thomas Kreuzer forderte als Reaktion auf die gestiegene Anschlagsgefahr eine Verschärfung der Grenzkontrollen.

„Ich persönlich hätte mir mehr erwartet“, sagte Finanzminister Markus Söder zum Merkel-Auftritt. Nach wie vor fehle die Selbsterkenntnis, dass die Grenzöffnung ein „historischer Fehler“ gewesen sei. Söder kritisierte zudem, dass sich die Kanzlerin erneut auf ihr Motto „Wir schaffen das“ berief. „Der Satz wird nicht richtiger dadurch, dass man ihn wiederholt.“ Natürlich sei es klar, dass man Menschen in Not helfe. „Bei dem Thema ist Blauäugigkeit wirklich das falsche Konzept.“ Der erste Ansatz heiße Sicherheit.

Söder äußerte sich am Freitag während der Klausur des bayerischen Kabinetts in St. Quirin am Tegernsee. Dort wird am Samstagmittag Horst Seehofer vor der Presse treten, der dem Vernehmen nach die Meinung der Kollegen teilt. Auch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sagte unserer Zeitung, die Stimmung im Land habe sich durch die Anschläge „dramatisch geändert“: Die Menschen seien verunsichert und hätten Angst. Merkel hätte darauf reagieren müssen. „Ein ,Wir schaffen das‘ ohne Taten erhöht das Sicherheitsgefühl der Deutschen nicht“, sagte Aigner. „Die Betonung muss endlich darauf liegen: ,Wir handeln‘.“

Thomas Kreuzer forderte vor allem, angesichts der gestiegenen Terrorgefahr ein neues Augenmerk auf die Grenzsicherung zu legen. „Nach wie vor reisen hier Menschen ein, ohne kontrolliert zu werden“, sagte der Chef der CSU-Landtagsfraktion unserer Zeitung. „Solange die Kontrollen an den Außengrenzen nicht funktioniert, müssen wir die Binnengrenzen endlich besser sichern.“ Der Bund müsse seine Zusagen endlich erfüllen.

Von der Bevölkerung bekommt Merkel für ihre Haltung dagegen mehrheitlich Unterstützung. Laut Forsa-Umfrage stützen 49 Prozent ihren Kurs (unter Unionsanhängern sogar 61 %). 36 Prozent vertreten die Ansicht, die Bundeskanzlerin hätte anders reagieren sollen.

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