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Recep Tayyip Erdogan.

In Ankara

Nach Mord an russischem Botschafter - türkische Justiz erlässt weitere Haftbefehle

Knapp eineinhalb Jahre nach der Ermordung des russischen Botschafters in Ankara hat ein türkisches Gericht Haftbefehle gegen acht weitere Verdächtige erlassen.

Ankara - Diese werden des vorsätzlichen Mordes an Andrej Karlow sowie des versuchten Umsturzes der türkischen Verfassung verdächtigt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag meldete. Am Dienstag besucht Russlands Präsident Wladimir Putin die Türkei für Gespräche mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan.

Erneut gerät die Gülen-Bewegung ins Visier

Unter den Gesuchten befindet sich dem Bericht zufolge der islamische Prediger Fethullah Gülen. Ermittler hätten Verbindungen zwischen dem Mörder des Botschafters, dem 22-jährigen türkischen Polizisten Mevlüt Mert Altintas, und Gülen entdeckt. Erdogan macht die Gülen-Bewegung für den Anschlag verantwortlich, ebenso wie für den versuchten Militärputsch vom Juli 2016.

Außerdem erging laut Anadolu ein Haftbefehl gegen Serif Ali Tekalan, der in Instanbul eine mit der Gülen-Bewegung verbundene Universität geleitet hatte. Mittlerweile leitet Tekalan eine Universität im US-Bundesstaat Texas.

Offen blieb am Montag, ob einer der acht Gesuchten sich derzeit in der Türkei aufhält. Anadolu zufolge wurden bereits zuvor neun Verdächtige im Zusammenhang mit dem Mord festgenommen.

Am 19. Dezember 2016 hatte Altintas den russischen Botschafter bei der Eröffnung einer Ausstellung in Ankara erschossen. Er gab an, aus Rache für das russische Vorgehen im Syrien-Krieg gehandelt zu haben.

AFP

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