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Im Wahlkampfmodus: Die Generalsekretäre Andreas Scheuer (CSU) und Hubertus Heil (SPD). 

„Niveaulos, grob und dreckig“ 

Nach Pferde-Vergleich: Scheuer schießt gegen SPD-Mann Heil

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CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat SPD-Generalsekretär Hubertus Heil scharf kritisiert. Dieser hatte zuvor Verkehrsminister Dobrinth mit einem Pferde-Vergleich verbal angegriffen. 

München/Berlin - Der Ton im Wahlkampf ist scharf, das ist keine bahnbrechende Erkenntnis. Insbesondere für die Generalsekretäre der Parteien - gemeinhin die Leiter der „Abteilung Attacke“ - beginnt mit dem Wahljahr traditionell die Zeit, die eigene Partei und nicht zuletzt auch sich selbst in Stellung zu bringen und Fehler der politischen Konkurrenz öffentlichkeitswirksam zu thematisieren. Von daher dürfte der Streit zwischen CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer und seinem SPD-Amtskollegen Hubertus Heil eigentlich nicht verwundern; blickt man jedoch auf Heils seltsam anmutenden Pferde-Vergleich in Richtung Verkehrsminister Alexander Dobrinth (CSU) und den darauffolgenden Verbal-Angriff Scheuers kann von einem „normalen“ Wahlkampf keine Rede sein. 

Heil, der seit Ende Mai wieder als Generalsekretär der SPD fungiert, hatte am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter Verkehrsminister Dobrindt mit einem Pferd verglichen. Heil twitterte: „Merkel&Seehofer haben Dobrindt zum Verkehrsminister gemacht. Die schlechteste Personalwahl seit Caligula sein Pferd zum Senator ernannt hat.“ Der römische Kaiser Caligula wollte einst seinem Lieblingspferd einen Sitz im Senat geben. Die Geschichte gilt heute als ein Sinnbild für Maßlosigkeit und Dekadenz.

Mittlerweile fordert CSU-Mann Scheuer von Heil sogar eine Entschuldigung für dessen Twitter-Attacke gegen den unter Beschuss stehenden Bundesverkehrsminister Dobrindt. „Die SPD-Umfrage-Panik treibt Heil zu blinder Keilerei. Jetzt wird der SPD-Wahlkampf niveaulos, grob und dreckig“, sagte Scheuer der „Passauer Neuen Presse“ (Montag).

CSU-General Scheuer spricht von „widerwärtigen Mitteln“

CSU-General Scheuer bezeichnete Heil nun als „SPD-Notlösung“ und beklagte, dass er zu „widerwärtigen Mitteln“ greife. „Das lässt für den Rest des SPD-Wahlkampfs das Schlimmste befürchten“, sagte Scheuer. Heil verteidigte in der Passauer Neuen Presse seine Kritik und bezeichnete seinen Tweet als „ironische Bemerkung“.

Der angegriffene Verkehrsminister Dobrindt zeigte am Sonntag ebenfalls, dass er gut austeilen kann: In der „Bild am Sonntag“ bezeichnete er Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter als „rhetorischen Neandertaler“.

Während Andreas Scheuer (im Bild) den Tweet von SPD-Mann Hubertus Heil aufs Schärfste verurteilt, spricht dieser von einer „ironischen Bemerkung“. 

Lesen Sie auch: Messer-Attacke in Hamburg: Union gibt SPD indirekte Mitverantwortung

dpa/lpr

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