Ermittlungen gegen "Die Rechte"

Nach Razzia: Nürnberg verbietet rechte Versammlung

Nürnberg - Die Stadt Nürnberg hat eine für das kommende Wochenende angemeldete Versammlung der Partei „Die Rechte“ verboten.

Die öffentliche Sicherheit und Ordnung sei durch die Veranstaltung „unmittelbar gefährdet“, teilte die Kommune am Donnerstag mit. Nach Angaben eines Sprechers bestehen „zeitliche, personelle und thematische Zusammenhänge“ mit einer Ende Oktober in Franken aufgedeckten rechtsextremen Gruppierung. Bei einer Razzia hatten die Ermittler vor kurzem Hinweise auf geplante Anschläge auf Asylbewerberheime und Angehörige des linken Spektrums gefunden.

In diesem Zusammenhang werde auch gegen den Nürnberger Kreisvorsitzenden der Partei „Die Rechte“ wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Deshalb bestehe die Gefahr, dass die geplante Versammlung am Samstag eine kriminelle Vereinigung und deren Anschlagsvorhaben und Gewalttaten unterstützen und Sympathisanten mobilisieren solle.

Zudem sollte die Versammlung mit dem Titel „Überfremdung stoppen - Fluchtursachen bekämpfen“ auf dem Hauptmarkt stattfinden, der in der NS-Zeit Adolf-Hitler-Platz hieß, und als Aufmarschfläche für NS-Verbände während der Reichsparteitage diente.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lagarde fordert von Athen weitere Reformen
Berlin - Die Ansage der IWF-Chefin an Athen und Europa ist deutlich: Das griechische Steuer- und Rentensystem müssen dringend verbessert werden, damit das Land in …
Lagarde fordert von Athen weitere Reformen
Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Le Pen
Paris - Nach dem konservativen Élysée-Anwärter Fillon steckt nun Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen in einer Parlamentsjob-Affäre. Zwei Mitarbeiter stehen im …
Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Le Pen
Kommentar: Nicht mehr normal
Vor zwei Jahren hielt Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen das Risiko, mit den Flüchtlingen könnten auch gewaltbereite Islamisten nach Deutschland kommen, für …
Kommentar: Nicht mehr normal
Proteste gegen Sammelabschiebung nach Afghanistan
München - Erneut soll ein Flieger abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan bringen - diesmal von München aus. Der Protest gegen die Abschiebungen ist groß.
Proteste gegen Sammelabschiebung nach Afghanistan

Kommentare