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Bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sind insgesamt 50 Menschen verletzt worden. 

Zahl verringert sich mehr und mehr

Nach Anschlag: Noch elf Schwerstverletzte in Berliner Kliniken

Berlin - Rund drei Wochen nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche werden noch immer elf Schwerstverletzte in Krankenhäusern behandelt.

Andere Anschlagsopfer mit mittelschweren oder leichteren Verletzungen konnten inzwischen noch Hause zurückkehren, wie ein Sprecher der Berliner Gesundheitsverwaltung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zum Jahreswechsel waren noch 20 Patienten in Kliniken versorgt worden.

Mehr als 50 Menschen waren bei dem Anschlag am 19. Dezember verletzt worden. Zwölf Menschen starben, darunter ein polnischer Lastwagenfahrer. Er war erschossen auf dem Beifahrersitz in dem Anschlags-Laster entdeckt worden. Laut Gesundheitsverwaltung erlagen drei der Opfer im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Die anderen Toten wurden auf dem Weihnachtsmarkt geborgen.

Der Attentäter Anis Amri war mit einem gekaperten Sattelschlepper auf den Markt an der Gedächtniskirche gerast. Italienische Polizisten erschossen ihn, als er auf seiner Flucht in Mailand auftauchte.

Aufgrund des Terroranschlags will die Bundesregierung will alles tun, damit sich ein Anschlag wie in Berlin nicht wiederholen kann. Daher haben sich Justizminister Heiko Maas (SPD) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) auf ein Maßnahmenpakt gegen Gefährder geeinigt

Bericht: Bundestag gedenkt der Opfer des Berliner Anschlags

Die Abgeordneten des Bundestags wollen einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche der Opfer des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gedenken. Das habe ein Sprecher von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) auf Anfrage mitgeteilt, berichtete „Spiegel Online“ am Dienstag. Demnach soll Lammert am 19. Januar „vor Eintritt in die Tagesordnung zum Gedenken sprechen“. Es hatte zuvor Kritik daran geben, dass bisher keine größere Gedenkfeier geplant ist. Am 19. Januar war der Tunesier Anis Amri mit einem Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt bei der Berliner Gedächtniskirche gefahren. Er tötete zwölf Menschen und verletzte mehr als 50.

Auch das Berliner Abgeordnetenhaus will am Donnerstag an die Opfer des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche erinnern. Parlamentspräsident Ralf Wieland kündigte am Montag im rbb-Inforadio eine Gedenkminute im Plenum an. Er selbst werde dabei auch einige Worte sagen.

Zurückhaltend äußerte sich Wieland zur Diskussion über eine offizielle Gedenkveranstaltung für die zwölf Todesopfer des Anschlags. Hierbei müssten die Angehörigen einbezogen werden und auch die Menschen, die noch in Krankenhäusern lägen. Wünschenswert wäre aus seiner Sicht, wenn auch letztere an einer solchen Veranstaltung teilnehmen könnten.

dpa

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