Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.
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Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.
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Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.
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Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.
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Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.
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Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 15-jährigen Mädchens im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.

„Kandel ist überall“ und „Wir sind Kandel“

Nach Tod von Mia (15): Tausende demonstrieren in Kandel

Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod der 15-jährigen Mia im pfälzischen Kandel sind am Samstag mehrere Demonstrationen durch die kleine Stadt gezogen.

Durch die Rheinstraße in Kandel schallen laute Parolen. „Festung Europa, macht die Grenzen dicht“, skandieren die Demonstranten. Über ihnen wehen Deutschlandfahnen, die Stimmung ist aggressiv. In der Parallelstraße wird ebenfalls demonstriert, hier dominieren Regenbogenfahnen und Rufe wie „Nazis raus“. Zwei Straßen, zwei Welten.

Wie der SWR berichtet, nahmen an den vier Kundgebungen nach Polizeiangaben insgesamt rund 4.500 Menschen teil. Nach Schätzungen der Polizei folgten 3.000 Menschen dem Demonstrationsaufruf einer AfD-Politikerin. 

Dabei sei es auch zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstranten gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Größere Störungen hätten aber verhindert werden können. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften vor Ort.

Zu einer Demo hatte die Initiative „Kandel ist überall“ aufgerufen, die sich gegen „illegale Massenimmigration“ wendet. Zum Auftakt kamen etwa 1500 Menschen auf einen Parkplatz am Ortsausgang - darunter Rentner, Ehepaare und Jugendliche. Minütlich mehr. Hier wollten sie ihrem Groll freien Lauf lassen.

Demonstrationen von  „Kandel ist überall“ und „Wir sind Kandel“

„Wir Mütter haben keine Kinder bekommen, um sie von den Merkel-Gästen schänden oder abschlachten zu lassen“, dröhnte es aus einem Lautsprecher. Zur Teilnahme an der Demo rief auch der AfD-Bundestagabgeordnete Thomas Seitz auf.

Nicht weit entfernt formierten sich die Gegendemonstranten unter dem Motto „Wir sind Kandel“. Dazu zählten örtliche Vereine, Initiativen, Gewerkschaften, Parteien und Kirchengemeinden. „Kandel ist weltoffen, freundlich und hilfsbereit. Die missbrauchen unsere Stadt für diese Scheiß-Propaganda“, schrie eine Frau von einem Lautsprecher-Wagen des Bündnisses.

Zuvor hatte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) vor Hass und Hetze gewarnt. „Ich sehe mit Erschrecken, wie hier eine Tat für pauschalen Fremdenhass instrumentalisiert wird“, sagte Dreyer am Freitag. Sie stehe an der Seite von Bürgern aus Kandel, die sich für Miteinander und gegen Hass engagierten.

Die 15-Jährige Mia war am 27. Dezember in einem Drogeriemarkt in Kandel erstochen worden. Der mutmaßliche Täter ist ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Die Schülerin hatte sich Anfang Dezember von ihm getrennt. Kurz darauf zeigte sie ihn wegen Beleidigung, Nötigung, Bedrohung und Verletzung persönlicher Rechte bei der Polizei an.

Bereits kurz nach der Tat gab es erste Zweifel am Alter des Flüchtlings. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft ein medizinisches Gutachten an. Dieses kommt zu dem Schluss, dass der Mann etwa 20 Jahre alt ist. Zuvor galt er als 15-jährig. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Seit dem gewaltsamen Tod der Schülerin kommt es immer wieder zu Demonstrationen und Mahnwachen in dem Ort. Vor einem Monat organisierte das „Frauenbündnis Kandel“ eine Demo unter dem Motto „Sicherheit für uns und unsere Kinder“. Damals hatten etwa 1.000 Menschen an den Protesten teilgenommen.

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