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Nach den jüngsten Vorfällen, verschärft das Auswärtige Amt seine Hinweise für Ägypten. 

Deutsche könnten ins Visier geraten

Nach Verhaftungswelle: Auswärtiges Amt ändert Reisehinweise für Ägypten

Nachdem in Ägypten zuletzt dutzende Menschen wegen angeblich homosexuellen Handlungen festgenommen wurden, sollen nun auch deutsche Urlauber vorsichtiger sein.

Kairo/Berlin - Nach einer Verhaftungswelle gegen Homosexuelle in Ägypten hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für das Urlaubsland angepasst. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch ausländische Touristen durch die Benutzung von Dating-Apps ins Visier der ägyptischen Behörden gerieten, hieß es in einem am Montag neu hinzugefügten Absatz der Hinweise.

In Ägypten waren in den vergangenen Wochen Dutzende Menschen wegen angeblich homosexueller Handlungen festgenommen worden. Zuvor hatte das Schwenken mehrerer Regenbogenflaggen bei einem Konzert einer libanesischen Band einen Aufschrei in der Öffentlichkeit ausgelöst - die Flaggen stehen auch für sexuelle Vielfalt und Respekt gegenüber Homosexuellen.

Homosexualität ist in Ägypten zwar nicht gesetzlich verboten, ist aber ein gesellschaftliches Tabu. In der Vergangenheit wurden angebliche Homosexuelle deshalb zum Beispiel wegen Verachtung des Islam oder der Förderung von Ausschweifungen eingesperrt und auch verurteilt.

dpa

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