+
Demonstration in Frankfurt gegen die AfD

Über 13 Prozent der Stimmen

Nach Wahlerfolg der AfD: Hunderte Gegner demonstrieren in Deutschlands Großstädten

Der Einzug der AfD in den Bundestag hat hunderte Menschen auf die Straße gebracht. In Berlin, Frankfurt und Köln demonstrierten sie auf Kundgebungen weitgehend friedlich gegen die Partei.

Anti-AfD-Schilder in Berlin

Berlin - Hunderte Menschen haben nach der Bundestagswahl in mehreren Großstädten gegen die rechtsnationale AfD protestiert. Die Partei zieht vorläufigen Hochrechnungen zufolge mit mehr als 13 Prozent der Stimmen (alle Hochrechnungen und das Wahlergebnis gibt es hier) als drittstärkste Kraft erstmals in den Bundestag ein (die spannende Bundestagswahl im Ticker zum Nachlesen). Vor dem Gebäude der AfD-Wahlparty am Alexanderplatz in Berlin versammelten sich rund 1000 Menschen. Sie versuchten mit lauten Pfiffen die Veranstaltung zu stören und riefen Parolen wie „Haut ab, haut ab“ und „AfD Rassistenpack“.

Trotz eines Flaschenwurfs wurde die Lage von der Polizei insgesamt als eher friedlich eingeschätzt. Eine Frau sei nach einem Eierwurf aus der Menge gezogen und in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher. Zudem habe es einen Zwischenfall mit einem Taxi gegeben: Es gebe die Aussage, dass Demonstranten das Fahrzeug bei der Wegffahrt behindert hätten. Von einem Fotograf hieß es bei Twitter, das Taxi sei auf die Demonstranten zugefahren. Dies war der Polizei zunächst nicht bekannt.

In Frankfurt demonstrierten rund 800 Menschen gegen die AfD

Auch in Köln, Hamburg und Frankfurt kamen Menschen zu Anti-AfD-Kundgebungen zusammen. In der Main-Metropole zogen nach Angaben der Polizei rund 800 Menschen durch die Innenstadt. Zu Zwischenfällen kam es nicht. In Köln waren es 400 Anti-AfD-Demonstranten, die einen angemeldeten Protestzug durch die Innenstadt veranstalteten. Auch hier blieb es friedlich. Ebensoviele Demonstranten waren es in Hamburg.

Im Internet äußerten zahlreiche Menschen auf Twitter ihren Unmut über das starke Ergebnis der rechten Partei: Der Hashtag #fckafd tauchte in den Twitter-Trends zeitweise unter den ersten fünf Plätzen auf. Unter #87Prozent äußerten sich diejenigen, die sich selbst zu den 87 Prozent der Wähler zählten, die nicht die AfD gewählt haben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Milliardär Babis gewinnt Wahl in Tschechien
Nach Polen und Ungarn siegt der Populismus nun auch in Tschechien - wenn auch unter anderen Vorzeichen. Viel hängt nun davon ab, mit wem der Milliardär Andrej Babis in …
Milliardär Babis gewinnt Wahl in Tschechien
Geheimakten über Kennedy-Mord werden veröffentlicht - schlecht für die CIA?
Zehntausende Seiten an geheimen Dokumenten, die sich um die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy drehen, sollen nun veröffentlicht werden.
Geheimakten über Kennedy-Mord werden veröffentlicht - schlecht für die CIA?
Papst Franziskus warnt vor Islamisierung
Papst Franziskus warnt laut einem Nachrichtenmagazin vor einer Islamisierung. Außerdem sieht er eine „indifferente Haltung“ der Katholiken zum eigenem Glauben
Papst Franziskus warnt vor Islamisierung
Wieso bleibt Merkel nach ihrer Entlassung vorerst weiter im Amt?
Am kommenden Dienstag endet offiziell die Amtszeit von Angela Merkel. Das Kabinett Merkel regiert dennoch erstmal weiter. 
Wieso bleibt Merkel nach ihrer Entlassung vorerst weiter im Amt?

Kommentare