+
In Frankfurt am Main ist es am Mittwoch zu Krawallen gekommen.

Krawalle bei Blockupy-Demo

So war die Nacht nach den Anti-EZB-Protesten

Frankfurt am Main - Ein brennendes Auto, Feuer in Mülltonnen und eine Festnahme: So lautet die Bilanz der Nacht nach den Blockupy-Protesten in Frankfurt am Main.

Von einigen Einsätzen abgesehen sei die Nacht weitgehend ruhig verlaufen, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Unbekannte steckten im Stadtteil Bockenheim einen Wagen in Brand. Zudem nahm die Polizei einen Aktivisten fest, der am Mittwoch einen Bundespolizisten angegriffen haben soll.

Damit seien insgesamt 26 Menschen im Verlauf der Proteste zur offiziellen Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) festgenommen worden, hieß es weiter. 150 Polizisten wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Szenen der Gewalt am Eröffnungstag des EZB-Neubaus

Szenen der Gewalt am Eröffnungstag des EZB-Neubaus

Blockupy-Sprecher Frederic Wester hat die Verantwortung für die gewalttätigen Krawalle zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt zurückgewiesen. „So eine Eskalation war nicht unser Ziel“, sagte Wester am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Das sind nicht die Bilder, die wir wollten und für die wir stehen als Bündnis.“ Andererseits sei auch klar: „So groß ist das mediale Interesse nie bei Protesten, wie wenn es zu Auseinandersetzungen kommt.“ Das „berechtigte Anliegen“ der Demonstranten werde seit Jahren nicht gehört.

„Die Wut vieler Menschen aus ganz Europa ist ziemlich groß auf die Politik der Bundesregierung und der EZB“, sagte Wester. „Wenn man jemanden verantwortlich machen möchte, dann ist es die Bundesregierung und die EZB.“ Die EZB sei somit auch nicht der einzige Adressat für die Kritik an der Europapolitik. „Die EZB ist aber dafür verantwortlich, dass diese Sparauflagen durchgesetzt und eingehalten werden und damit auch für die soziale Katastrophe - nicht nur in Griechenland.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schulz vs. Gabriel: Ein Konflikt zur Unzeit
Martin Schulz und Sigmar Gabriel könnten alles in die Waagschale werfen, um die SPD zu erneuern und von einer großen Koalition zu überzeugen. Doch sie schreiten alles …
Schulz vs. Gabriel: Ein Konflikt zur Unzeit
Merkel will stabile Regierung ohne wechselnde Mehrheiten
Allen, die sich noch Illusionen hingeben, macht die CDU-Chefin es nochmal deutlich: Die Union will mit der SPD nur über die Fortsetzung der großen Koalition verhandeln. …
Merkel will stabile Regierung ohne wechselnde Mehrheiten
Wirbel um SEK-Logo in sächsischem Anti-Terror-Fahrzeug
Fraktur und ähnliche Schriften wecken Erinnerungen an die NS-Zeit. Da macht ein Logo der Spezialeinheit der sächsischen Polizei keine Ausnahme. Die Aufregung über die …
Wirbel um SEK-Logo in sächsischem Anti-Terror-Fahrzeug
Heftige Vorwürfe gegen Kanzlerin: Jetzt trifft Merkel die Hinterbliebenen der Terror-Opfer
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Montag mit Angehörigen von Opfern des Berliner Terroranschlags vor einem Jahr getroffen. Die Begegnung im Kanzleramt fing am …
Heftige Vorwürfe gegen Kanzlerin: Jetzt trifft Merkel die Hinterbliebenen der Terror-Opfer

Kommentare