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Donald Trump bei der Pressekonferenz am Donnerstagabend in Washington

Gegenwind vom Minister?

Trump: Die nächsten heiklen Details werden publik

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Donald Trump steht unter Druck. Das kann der US-Präsident bei einer Pressekonferenz nicht mehr verhehlen. Unterdessen werden bereits die nächsten heiklen Details publik.

Washington - Immerhin: Um klare Antworten ist Donald Trump noch immer nicht verlegen. Am Donnerstagabend hatte der US-Präsident seine erste Pressekonferenz seit der Ernennung von Ex-FBI-Chef Robert Mueller zum Sonderermittler in der Russlandaffäre abzuhalten. Zögern musste Trump nicht, als die unvermeidliche Frage gestellt wurde. Souverän klang er aber auch nicht.

Ob er den geschassten FBI-Direktor James Comey unter Druck gesetzt habe, die Ermittlungen gegen seinen damaligen Sicherheitsberater Mike Flynn einzustellen, wollte ein Journalist wissen. Trumps Antwort: „Nein! Nein! Nächste Frage!“ Nachfragen offensichtlich nicht erwünscht.

Trump: Kritik schadet dem Land

Trump äußerte sich nichtsdestotrotz noch zu dem Themenkomplex: Es handle sich um eine „Hexenjagd“ auf ihn, wiederholte der US-Präsident. Ähnlich hatte er sich zuvor schon auf Twitter geäußert. Außerdem betonte Trump, die Debatte um eine mögliche Verstrickung mit Russland schade den USA. „Ich denke, das spaltet das Land. Ich denke, wir haben deswegen ein sehr gespaltenes Land“, sagte er.

In der Pressekonferenz mit Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos verwies Trump lieber auf die seiner Ansicht nach enormen Erfolge seiner Präsidentschaft, wie unter anderem die New York Post berichtet. Das Land habe in gut 100 Tagen „unglaubliche Fortschritte gemacht“, sagte er: „Ihr seht die Arbeitslosenzahlen. Ihr seht die Produktion, die überall wieder anläuft, Fabriken öffnen, die jahrelang geschlossen waren. Ich bin sehr stolz darauf.“

Fällt ihm der eigene Justizminister in den Rücken?

Dass sich der Wirbel um Trump bald legt, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn während sich der angezählte Staatschef auf seine erste Auslandsreise begibt, kommen in der Heimat schon die nächsten Zweifel an seinen Darstellungen auf. Laut dem Guardian-Reporter Ben Jacobs fällt Trump offenbar Vize-Justizminister Rod Rosenstein in den Rücken. „Trump hat gesagt, er habe Comey auf Rosensteins Empfehlung gefeuert. Rosenstein hat Senatoren heute erzählt, dass Trump sich schon zuvor entschieden hatte“, twitterte er am Freitagmittag.

Rosenstein scheint ohnehin eine Schlüsselposition im derzeitigen Wirrwarr einzunehmen: Er war es auch, der mit seiner Unterschrift den Sonderermittler in der Comey-Affäre eingesetzt hatte. Die Washington Post hatte auch berichtete, Rosenstein habe mit seinem Rücktritt gedroht, nachdem ihm in der offiziellen Begründung für die Entlassung Comeys eine maßgebliche Rolle zugeschrieben wurde.

Profilierte Republikaner sehen die neuen Ermittlungen gegen Trump sogar überraschend positiv. Trumps Parteifreund und Kontrahent bei den Vorwahlen im vergangenen Jahr, Senator Marco Rubio, begrüßte die Einsetzung des unabhängigen Ermittlers. „Ich bin überzeugt, er wird den Dingen auf den Grund gehen“, sagte Rubio. Trump habe das Recht, seine eigene Meinung zu haben. „Aber wir leben in einem Rechtsstaat“, fügte Rubio hinzu.

fn (mit dpa)

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