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Außenminister Guido Westerwelle (FDP, links) und Israels Präsident Schimon Peres bei ihrem Treffen in Peres‘ Amtssitz in Jerusalem.

Westerwelle bei Peres: Kritik und Solidaritätserklärung

Jerusalem - Außenminister Guido Westerwelle hat eine positive Bilanz seines Antrittsbesuches in Israel gezogen. Zum Abschluss traf er Israels Staatspräsidenten Schimon Peres in Jerusalem.

Westerwelle äußerte sich nach seinem Abschlussgespräch mit Peres zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen seiner Reise. Die entscheidenden Fragen seien gesprochen worden, sagte der FDP-Vorsitzende. Westerwelle nannte dabei die Perspektiven des Nahost-Friedensprozesses, die Unterstützung der Palästinensergebiete und den Atomstreit mit dem Iran.

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Nach den Worten Westerwelles hat Deutschland wegen seiner Geschichte eine besondere Beziehung zu Israel, aber vor allem auch eine besondere Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft. “Es geht um vitale Fragen des Friedens, nicht nur in der Region“, sagte der Minister. Westerwelle ging noch einmal auf den Streit um die jüdischen Siedlungen ein. Die Völkergemeinschaft wolle, dass der Siedlungsausbau eingefroren werde. Der Siedlungsstopp solle so umfassend sein wie im Nahost-Friedensplan von 2003 festgehalten, sagte Westerwelle.

Deutschland spiele eine zentrale Rolle für das Schicksal Europas, sagte Peres. Die Zukunft Europas sei auch sehr wichtig für den Nahen Osten. “Israel würde gern eine europäische Politik sehen, die positive und negative Elemente enthält; positiv für den Frieden und negativ für den Terror“, sagte der Präsident. Der 86-Jährige äußerte mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und die neue Regierung große Dankbarkeit. Frau Merkel habe sehr klar Position bezogen und dafür unser aller Bewunderung, sagte Peres.

dpa

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