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Die Spitzenkandidatin der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit, Beata Szydlo, im TV-Duell mit der amtierenden Premierministerin Ewa Kopacz. 

Erste Prognosen ab Sonntagabend erwartet

Nationalkonservative bei Parlamentswahl in Polen favorisiert

Warschau - Polen wählt am Sonntag ein neues Parlament. Nach achtjähriger Regierungszeit der von der liberalkonservativen Bürgerplattform (PO) geführten Koalition ist absehbar, dass die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) stärkste Kraft im neuen Sejm sein wird.

Ob die PiS mit ihrer Spitzenkandidatin Beata Szydlo genügend Mandate zur Bildung einer stabilen Regierung erhält, ist Umfragen zufolge aber unklar.

Die Prognosen der Meinungsforscher weichen stark voneinander ab. So sagen vier in dieser Woche veröffentlichte Umfragen der PiS Ergebnisse zwischen 32,5 Prozent und 40,5 Prozent voraus, der PO hingegen zwischen 22,1 und 28,4 Prozent.

Als halbwegs sicher gilt, dass die mehr als 30 Millionen Wahlberechtigten auch die Partei Kukiz15 des ehemaligen Rockmusikers Pawel Kukiz ins Parlament einziehen lassen. Chancen werden zudem dem Linksbündnis Vereinigte Linke und der wirtschaftsliberalen neuen Partei Nowoczesna eingeräumt. Als Wackelkandidaten gelten die Bauernpartei PSL, bisher Koalitionspartner der PO, und die Partei Korwin des rechtsnationalistischen Europaparlamentariers Janusz Korwin-Mikke. Entsprechend unsicher sind Prognosen über die künftige Sitzverteilung im Parlament.

Zur absoluten Mehrheit werden 231 der 460 Abgeordnetenmandate benötigt. Erste Prognosen werden nach Schließung der Wahllokale um 21.00 Uhr erwartet.

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