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Die Bundeswehr beteiligt sich am Kampf gegen Schleuser und Schlepper in der Ägäis.

Seegebiet zwischen Griechenland und der Türkei

Anti-Schleuser-Einsatz: Nato beginnt Beobachtung in der Ägäis

Brüssel - Mit ihrem Einsatz in der Ägäis will die Nato die Migration in Richtung Westeuropa eindämmen. Am Freitag sind die ersten Schiffe eingetroffen.

Nato-Schiffe sind zu dem geplanten Anti-Schleuser-Einsatz im Seegebiet zwischen Griechenland und der Türkei eingetroffen. Der unter deutscher Führung stehende Marineverband beobachte dort bereits Schiffs- und Bootsbewegungen, sagte ein Bündnissprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Mit ihrem Einsatz in der Ägäis will die Nato in den nächsten Monaten zu einer Eindämmung der unkontrollierten Migration in Richtung Westeuropa beitragen. Die von dem Marineverband gesammelten Informationen über den Seeverkehr in dem Gebiet sollen dazu an die Behörden in der Türkei und in Griechenland weitergeleitet werden.

Das Ziel: Kriminelle Schleuser effektiv verfolgen

Vor allem die türkische Küstenwache könnte so in die Lage versetzt werden, kriminelle Schleuserbanden effektiver zu verfolgen. Diese werden für den unkontrollierten Zustrom von Hunderttausenden Flüchtlingen in Richtung Europa verantwortlich gemacht, weil sie täglich zahllose Bootsfahrten nach Griechenland organisieren.

Die genaue Einsatzplanung soll spätestens bis zum nächsten Mittwoch abgeschlossen sein. Ob die Schiffe bereits jetzt die wichtigsten Schleuserrouten beobachten können, blieb zunächst unklar. Nach Nato-Angaben sind sie derzeit nur in internationalen Gewässern unterwegs..

Deutschland stellt für den Nato-Marineverband derzeit das Führungsschiff. Auf dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“ sind nach Bundeswehrangaben rund 210 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz.

dpa

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