+
Nato-Truppen im Einsatz bei der aktuellen Großübung Anaconda-16 in Polen.

Truppenstationierung beschlossen

Nato schickt vier Bataillone nach Polen und ins Baltikum

Brüssel - Als Reaktion auf die Krim-Annexion durch Moskau schafft der Westen jetzt Fakten: Die Nato-Verteidigungsminister haben die Stationierung mehrerer tausend Soldaten in Polen und den drei baltischen Staaten beschlossen.

Die an Russland grenzenden Länder fühlen sich seit der Annexion der Krim von dem mächtigen Nachbarn bedroht. Die Nato will ihnen nun mehr Schutz bieten und ein Signal der Abschreckung nach Moskau senden.

„Wenn irgendein Bündnispartner angegriffen wird, wird die ganze Allianz als eine Einheit antworten“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag nach dem Beschluss der Verteidigungsminister bei einem Treffen in Brüssel. Er betonte aber auch, dass die Nato keine Konfrontation mit Russland suche.

Deutschland zählt zu den vier Staaten, die eine Führungsrolle bei der Truppenstationierung übernehmen. Wie viele Soldaten wo stationiert werden, soll bis zum Nato-Gipfel in Warschau am 8./9. Juli geklärt werden. Wahrscheinlich werden mehrere hundert deutsche Soldaten ein Bataillon in Litauen anführen.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Guttenberg wünscht sich das Ende der Großen Koalition
Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich gegen eine erneute Große Koalition ausgesprochen. Am liebsten würde er mit der FDP koalieren, …
Guttenberg wünscht sich das Ende der Großen Koalition
Ruhani weist Trumps Kritik am Atomabkommen scharf zurück
Das Atomabkommen mit dem Iran dominiert den zweiten Tag der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Der Pakt gilt als historisch. Der Iran warnt die USA. Auch Deutschland …
Ruhani weist Trumps Kritik am Atomabkommen scharf zurück
Le Pen demontiert ihren Stellvertreter
Im Führungsstreit bei Frankreichs rechtspopulistischer Front National (FN) greift Parteichefin Marine Le Pen gegen ihren Stellvertreter Florian Philippot durch.
Le Pen demontiert ihren Stellvertreter
Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich
Wenige Tage vor der Wahl hat Sigmar Gabriel  ein Interview mit einem sehr umstrittenen Medium geführt. Bereits vor der Ausstrahlung hatte sich der Außenminister dazu …
Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich

Kommentare