Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen
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Ein estnischer Soldat während einer Übung auf einem Trainigsgelände im Norden des baltischen Staates. Foto: Valda Kalnina

Nato-General: Balten sollten günstig gute Waffen bekommen

Brüssel (dpa) - Der deutsche Nato-General Hans-Lothar Domröse hat sich angesichts der Spannungen mit Russland für gezielte Waffenlieferungen an Verbündete wie Lettland, Estland und Litauen ausgesprochen.

"Die Nato sollte, bevor man in Osteuropa schwere Waffen stationiert, konsequent eine Ausrüstungsoffensive für die baltischen Staaten und die Ostalliierten starten", sagte der Befehlshaber des Hauptquartiers im niederländischen Brunssum der Tageszeitung "Die Welt". Beispielsweise könnten die größeren Nato-Länder zu einem "fairen Preis" Hubschrauber, Schützenpanzer und Flugabwehrraketensysteme liefern.

"Die Nato steht natürlich immer bereit. Es ist aber für jedes Land oberste Priorität, sich erst einmal selbst schützen zu können", sagte Domröse. Er zeigte sich überzeugt, dass die östlichen Alliierten mit entsprechender Ausrüstung selbst schnell auf Bedrohungen reagieren könnten.

Mit Blick auf die aktuelle Verteidigungsfähigkeit der russischen Nachbarstaaten Lettland, Estland und Litauen sagte der Vier-Sterne-General, die Truppen dort seien "äußerst motiviert und gut trainiert". Ihnen fehle aber moderne Ausrüstung, um sich gegen eine "Hightech-Bedrohung" zu Land, Luft und See erfolgreich verteidigen zu können.

Die USA erwägen vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts Militärgerät bis hin zu Kampfpanzern für etwa 5000 Soldaten in Länder wie Polen, Rumänien oder ins Baltikum zu verlegen. Nächste Woche wollen die Nato-Verteidigungsminister darüber beraten. Lettland und Estland grenzen direkt an das russische Kernland, Litauen liegt an der russischen Exklave Kaliningrad.

Nato zu General Hans-Lothar Domröse

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