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Der russische Außenminister Lawrow hat volle Aufklärung über die geplante Verlagerung von Nato-Truppen nach Osteuropa verlangt.

Drohung im Osten?

Russland verlangt Aufklärung über Nato-Truppen

Moskau - Russland hat im Ukraine-Konflikt von der Nato Aufklärung über die angekündigte zusätzliche Militär-Präsenz in osteuropäischen Ländern verlangt.

„Wir erwarten nicht einfach nur eine Antwort, sondern eine Antwort, die in vollem Maße auf der Wertschätzung der von uns vereinbarten Regeln beruht“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag in Moskau. Der Minister erinnerte der Agentur Interfax zufolge das westliche Militärbündnis an eine Vereinbarung, wonach die Nato in den osteuropäischen Staaten dauerhaft keine Truppen verstärken dürfe.

Nach dem Anschluss der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland warf Lawrow dem Westen eine unnötige Eskalation der Lage vor. Einige hätten sich mit ihren Äußerungen inzwischen weit von der Realität entfernt und den „Rahmen des Vernünftigen“ verlassen.

Zu der vom Westen kritisierten Konzentration russischer Truppen an der ukrainischen Grenze sagte Lawrow, dass Moskau sich auf seinem eigenen Territorium an hiesige Gesetze halte. Der Chefdiplomat erklärte, dass bereits ein Bataillon nach einer Übung abgezogen sei und auch die anderen Einheiten demnächst folgen würden. Russland hatte zuletzt Vorwürfe des Westens mehrfach zurückgewiesen, dass es einen Einmarsch in der Ukraine plane.

Die Nato hatte angekündigt, zusätzliche Truppen in ihre osteuropäischen Mitgliedsstaaten zu verlagern.

dpa

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