Flugzeug mit mehr als 50 Passagieren im Iran abgestürzt

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Gipfel in Brüssel

Nato: Zusagen aus 15 Ländern für mehr Afghanistan-Truppen

Die Planungen für eine Aufstockung der Nato-Truppen in Afghanistan kommen voran. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt eine Erhöhung des deutschen Beitrags ausgeschlossen.

Brüssel - Bei einer Truppenstellerkonferenz hätten jüngst 15 Alliierte und Partnerländer die Entsendung zusätzlicher Soldaten in Aussicht gestellt, sagte der stellvertretende Bündnissprecher Piers Cazalet am Montag. Beim Nato-Verteidigungsministertreffen an diesem Donnerstag sowie in den folgenden Wochen würden weitere Ankündigungen erwartet.

Cazalet wies zudem darauf hin, dass die USA als größter Truppensteller noch nicht abschließend über ihre zukünftige Präsenz entschieden hätten. US-Medienberichten zufolge könnte US-Verteidigungsminister James Mattis mehrere Tausend Soldaten zusätzlich nach Afghanistan schicken.

Hintergrund der geplanten Truppenaufstockung ist das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban in Afghanistan. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich seit dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes Ende 2014 drastisch verschlechtert.

Deutschland ist einer der größten Truppensteller

Für die nachfolgende Beratungs- und Ausbildungsmission („Resolute Support“) stellen Alliierte und ihre Partner derzeit lediglich rund 13 600 Soldaten zur Verfügung. Deutschland ist derzeit mit bis zu 980 Bundeswehrsoldaten einer der größten Truppensteller.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt eine Erhöhung des deutschen Beitrags ausgeschlossen. Möglich wäre es demnach lediglich, die sogenannte Mandatsobergrenze von 980 Soldaten besser zu ausnutzen.

Die Tageszeitung „Die Welt“ hatte am Montag unter Berufung auf Nato-Kreise berichtet, dass die jüngste Truppenstellerkonferenz „enttäuschend“ verlaufen sei. Demnach wurden von den Nato-Staaten und Partnerländern bislang lediglich 1500 zusätzliche Soldaten angeboten. Die Nato verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen sei und vieles von den US-Planungen abhänge.

dpa 

Rubriklistenbild: © dpa

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