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Alexej Nawalny legt gegen den über ihn verhängten Hausarrest Protest ein.

Kreml-Kritiker

Nawalny legt Einspruch gegen Urteil ein

Moskau - Die Verteidigung des prominenten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny hat Beschwerde gegen dessen Hausarrest eingelegt.

Das teilte Nawalnys Anwalt Wadim Kobsew am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Urteil zum Hausarrest stammt vom 19. Dezember und soll bis 15. Februar gelten. Am Dienstag war Nawalny überdies zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung und sein Bruder zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

In dem Prozess ging es um den Vorwurf, dass die Brüder den französischen Kosmetikkonzern Yves Rocher um fast 27 Millionen Rubel (laut damaligem Wechselkurs knapp eine halbe Million Euro) betrogen haben sollen. Obwohl Yves Rocher den Vorwurf zurücknahm, sprach das Gericht die Brüder schuldig.

Am Dienstagabend war Nawalny kurzzeitig festgenommen worden, als er versuchte, an einer nicht genehmigten Protestkundgebung in Moskau teilzunehmen. Kurz nach seiner Festnahme schrieb Nawalny im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei wieder zu Hause. Polizisten hätten ihn zu seiner Wohnung gefahren. Die russische Strafverfolgungsbehörde FSIN reichte am Mittwoch Klage wegen "Verletzung des Hausarrests" bei der russischen Justiz ein. Diese habe sich jedoch geweigert, die Klage zu prüfen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf einen Sprecher.

AFP

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