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Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt werden an der Trauerfeier für Nelson Mandela teilnehmen.

70 Staatschefs sind dabei

Mandela-Trauerfeier: „Die Welt kommt nach Südafrika“

Kapstadt - Die Vorbereitungen für die größte Gedenkfeier in der Geschichte Südafrikas laufen auf Hochtouren. Politiker aus aller Welt wollen Abschied von Nelson Mandela nehmen. Obama und andere werden reden.

Südafrika bereitet sich in der Woche der Trauer um Nelson Mandela auf den ersten Höhepunkt vor: Zum zentralen Staatsakt in Johannesburg am Dienstag werden 70 amtierende und 10 ehemalige Staats- und Regierungschefs erwartet. In dem 90 000 Menschen fassenden Fußballstadion werden laut Programm auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, US-Präsident Barack Obama und der kubanische Präsident Raúl Castro Reden halten.

„Die ganze Welt kommt im wahrsten Sinne des Wortes nach Südafrika“, sagte der Sprecher des Außenministerium, Clayson Monyela, am Montag in Pretoria. Zu den Gästen zählten „Könige und Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen“. Das sei beispiellos in der Geschichte des Landes. Logistisch allerdings stehe die Regierung vor „einer sehr schweren Aufgabe“, sagte Monyela.

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger war am Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Er hatte sein Land aus der Rassentrennung in die Demokratie geführt.

Die zentrale Gedenkfeier für den südafrikanischen Nationalhelden findet am Dienstag zwischen 11.00 und 15.00 Uhr Ortszeit (10.00 und 14.00 Uhr MEZ) statt. Der Leichnam Mandelas wird nicht im Stadion aufgebahrt sein. Der Trauerakt wird an 90 Orten im Land auf Großleinwänden sowie in drei weiteren Stadien von Johannesburg für die Öffentlichkeit übertragen.

Neben Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma sollen bei dem in alle Welt übertragenen Festakt auch Kinder und Enkel Mandelas das Wort ergreifen. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, Chinas Vizepräsident Li Yuanchao und Indiens Präsident Pranab Mukherjee sind laut Programm gleichfalls Redner.

Viele Staatsgäste kamen bereits am Montag in Johannesburg an. UN-Generalsekretär Ban nannte Mandela einen „Giganten der Gerechtigkeit, Gleichheit und Menschlichkeit“. Ban besuchte das Domizil Mandelas im Johannesburger Stadtteil Houghton

Zu den Trauerfeiern angesagt waren auch die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton und George W. Bush. Neben Bundespräsident Joachim Gauck werden am Dienstag auch der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron erwartet.

Von Mittwochmorgen an soll der Leichnam Mandelas drei Tage lang im Amphitheater vor dem Regierungskomplex in Pretoria aufgebahrt werden. Beigesetzt werden soll der Nationalheld am Sonntag in Qunu am Ostkap, wo er aufgewachsen war. Hier werden etwa 9000 Trauergäste erwartet. Am 16. Dezember, in Südafrika als „Versöhnungstag“ ein Feiertag, wird in Pretoria ein Mandela-Denkmal enthüllt.

Das südafrikanische Parlament in Kapstadt ehrte den ersten schwarzen Präsidenten des Landes am Montag mit einer Sondersitzung. Mandela habe sehr hohe Maßstäbe für seine politischen Erben gesetzt, sagte Vizepräsident Kgalema Motlanthe. „Es ist schwer, den politischen Errungenschaften Nelson Mandelas gerecht zu werden.“ Oppositionschefin Helen Zille nannte Mandela den „meist verehrten Mann unserer Zeit“. Vor dem Parlament waren große Papierbögen gespannt, auf denen Hunderte Bürger Gedanken und Erinnerungen an den „Vater der Nation“ aufschrieben.

Nelson Mandela: Stationen seines Lebens

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dpa

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