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Will nicht wieder hin: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Einladung des US-Präsidenten Barack Obama zu einem Treffen in Washington ausgeschlagen. Foto: Michael Reynolds/Archiv

Netanjahu lehnt Angebot zu Treffen mit Obama ab

Jerusalem/Washington (dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Einladung des US-Präsidenten Barack Obama zu einem Treffen in Washington ausgeschlagen.

Der israelische Botschafter Ron Dermer habe während eines Treffens im Weißen Haus deutlich gemacht, dass Netanjahu vermutlich nicht nach Washington kommen werde, hieß es auf der Facebook-Seite des israelischen Regierungschefs.

Das Verhältnis zwischen Netanjahu und Obama gilt seit Jahren als gestört. Die Spannungen erreichten im Zuge des internationalen Atomabkommens mit dem Iran einen Höhepunkt. Netanjahu gilt als schärfster Kritiker der Vereinbarung.

Netanjahu war ursprünglich in diesem Monat bei der Jahresveranstaltung einer pro-israelischen Gruppierung in Washington erwartet worden. Nach der Absage seiner Reise werde Netanjahu nun mit US-Vizepräsident Joe Biden bei dessen Israelbesuch über "die großen Herausforderungen in unserer Region" sprechen, hieß es auf der Facebook-Seite. Biden wurde am Dienstag in Israel erwartet.

Ein Sprecher des Weißen Hauses äußerte sich nach Medienberichten "überrascht" über die Absage Netanjahus an Obama. Die israelische "Times of Israel" nannte als möglichen Grund für die Stornierung der Reise die Sorge Netanjahus, er könne in den US-Wahlkampf verwickelt werden.

Facebook-Seite des israelischen Ministerpräsidenten

Bericht der Times of Israel

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