+
Russische Flugabwehrraketen vom Typ S-300 (r.) und S-400 bei einer Militärausstellung. Foto: Sergei Chirikov/Archiv

Netanjahu: Raketenlieferung an Iran "sehr schwerwiegend"

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die geplante Lieferung des russischen Flugabwehrsystems S-300 an den Iran als "sehr schwerwiegend" eingestuft.

Der Iran verstärke sein aggressives Verhalten in der Region, sagte der Regierungschef. Bei den Atomverhandlungen mit Teheran werde jedoch kein Versuch unternommen, dieses einzudämmen.

Der Iran verfüge jedes Jahr über größere Raketen, warnte Netanjahu. Diese seien gegen Israel gerichtet. "Angesichts all dieser Bedrohungen wird Israel alles Notwendige unternehmen, um die Sicherheit des Landes sowie seiner Bürger zu gewährleisten", sagte er.

Kremlchef Wladimir Putin hatte vor knapp einer Woche einen 2010 verhängten Lieferstopp des modernen Flugabwehrsystems S-300 an den Iran aufgehoben. Teheran betonte, das Waffensystem werde zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingesetzt.

Der Iran und die UN-Vetomächte sowie Deutschland hatten sich in Lausanne in einem Rahmenabkommen auf Begrenzungen sowie Überwachungsmechanismen zur Kontrolle des iranischen Atomprogramms geeinigt. Israel ist ein entschiedener Gegner des Abkommens und befürwortet weitere Sanktionen gegen Iran.

dpa

Netanjahu bei Twitter

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Deutscher Ärztetag formuliert Forderungen an die Politik
Freiburg (dpa) - Rund vier Monate vor der Bundestagswahl findet in Freiburg der 120. Deutsche Ärztetag statt. Bei dem vier Tage dauernden Kongress mit 250 Delegierten …
Deutscher Ärztetag formuliert Forderungen an die Politik
CDU, FDP und Grüne entscheiden über Nord-Koalitionsgespräche
Kiel/Neumünster (dpa) - CDU, FDP und Grüne entscheiden in Schleswig-Holstein über die Aufnahme gemeinsamer Koalitionsverhandlungen für eine neue Landesregierung. Die …
CDU, FDP und Grüne entscheiden über Nord-Koalitionsgespräche
Nahostbesuch: Trump trifft Abbas - zu Israels Missvergnügen
Jerusalem (dpa) - US-Präsident Donald Trump wird heute seinen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten abschließen und nach Italien weiterreisen. Am Morgen trifft …
Nahostbesuch: Trump trifft Abbas - zu Israels Missvergnügen
Schleswig-Holstein: Grünen-Parteirat empfiehlt „Jamaika“-Verhandlungen
Der Parteirat der Nord-Grünen hat sich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP für eine neue Landesregierung in Schleswig-Holstein ausgesprochen.
Schleswig-Holstein: Grünen-Parteirat empfiehlt „Jamaika“-Verhandlungen

Kommentare