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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Harte Worte

Netanjahu vergleicht Iran mit NS-Regime

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Gedenktag für den Holocaust zu einem Angriff auf den Iran genutzt und ihn mit den Nationalsozialisten verglichen.

"So wie die Nazis die Zivilisation auszumerzen suchten und der Herrenrasse die Herrschaft über die ganze Welt verschaffen wollten (...), während sie das jüdische Volk auslöschten, so will der Iran die Region kontrollieren, sich ausdehnen und den jüdischen Staat zerstören", sagte Netanjahu am Mittwoch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zum Gedenken an die Befreiung der Konzentrationslager.

Netanjahu warnte vor "tyrannischen Regimes" und äußerte Zweifel, dass die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen worden seien. "Hat die Welt wirklich aus der unvorstellbaren universellen und jüdischen Tragödie des vergangenen Jahrhunderts gelernt?", fragte Netanjahu. "Das schlechte Abkommen, das mit dem Iran ausgearbeitet wird, lehrt uns, dass die historischen Lehren nicht verinnerlicht worden sind." So wie die demokratischen Staaten vor dem Zweiten Weltkrieg einen schweren Fehler begangen hätten, werde nun erneut ein Fehler begangen.

Netanjahu ist ein scharfer Kritiker der Atomverhandlungen der fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran. Er warnt unablässig davor, dass das angestrebte Abkommen, dessen Eckpunkte Anfang April vereinbart wurden, dem Iran den Weg zur Atombombe ebnen werde. Das Abkommen sieht weitreichende Einschnitte beim iranischen Atomprogramm sowie eine deutliche Ausweitung der internationalen Kontrollen vor. Sobald der Iran die wichtigsten Verpflichtungen erfüllt hat, sollen die in dem Atomstreit verhängten Finanz- und Handelssanktionen weitgehend aufgehoben werden.

AFP

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