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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist nun ein Schlappmaul.

"Verbal über die Stränge schlagen"

Neu-Schlappmaul Leutheusser- Schnarrenberger will ungemütlich bleiben

Kitzingen - Die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist nun ein Schlappmaul. Die Auszeichnung ist für sie auch eine Verpflichtung.

Diesen Orden der Kitzinger Karnevalsgesellschaft erhalten seit 1989 schlagfertige Persönlichkeiten aus Politik, Unterhaltung und Gesellschaft. „Als Schlappmaul kann man verbal immer mal über die Stränge schlagen. Und das will ich weiterhin tun. Denn Meinungsfreiheit hört ja nicht am Aschermittwoch auf“, sagte die 64-Jährige nach der Verleihung des Ordens am Rosenmontag.

Themen, die mit spitzer Zunge kommentiert werden können, gebe es derzeit genug, sagte die FDP-Politikerin. Ob Fremdenhass, Horst Seehofers (CSU) Reise nach Russland oder die zwei Gesichter des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel - „da kann man ordentlich polarisieren und aufspitzen“. Sie werde auch als Schlappmaul weiterhin den Finger tief in die Wunden legen.

Die Laudatio hielt Parteikollege Wolfgang Kubicki, der den Orden bereits 2013 verliehen bekam. „Sie steht zu ihrem Wort und ihren Prinzipien und deshalb ist sie auch eine würdige Ordensträgerin“, sagte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende. Leutheusser-Schnarrenberger ist die mittlerweile fünfte FDP-Politikerin, die den Orden um den Hals gehängt bekam. Kubicki nutzte das als Steilvorlage: „Wenn Sie so weiter machen, meine Damen und Herren, ist bald jedes FDP-Mitglied auch ein Schlappmaul“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Der Kitzinger Schlappmaulorden wird bereits seit 1989 an schlagfertige Persönlichkeiten verliehen. Auch Claudia Roth (Grüne), die frühere CSU-Rebellin Gabriele Pauli, Fernseh-Koch Alfons Schuhbeck und der bayerische Komiker Michl Müller wurden bereits damit ausgezeichnet.

dpa

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