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Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU).

Weitere in Planung

Neue Asyl-Unterkunft in Deggendorf

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München/Deggendorf - Bayern bekommt eine dritte Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. Die Unterkunft in Deggendorf soll nicht die letzte in Bayern sein - es sind weitere geplant.

Nach Informationen des Münchner Merkur wird das bisher streng vertauliche Vorhaben am Dienstagnachmittag in Niederbayern präsentiert. Deggendorf ist als der Standort vorgesehen. Nötig ist die dritte Einrichtung neben der Münchner Bayernkaserne und Zirndorf, weil die Flüchtlingszahlen deutlich gewachsen sind.

Die neue Sozialministerin Emilia Müller (CSU) reist am Nachmittag nach der Kabinettssitzung nach Deggendorf. Sie wird sich dort mit Landrat Christian Bernreiter (CSU) und Oberbürgermeister Christian Moser (CSU) der Öffentlichkeit stellen. Flüchtlingsunterkünfte stoßen bei der Bevölkerung oft auf Ablehnung - die Präsentation kurz vor der Kommunalwahl ist deshalb ungewöhnlich. Man wolle mit offenen Karten spielen, heißt es in München und Deggendorf. Müller hat seit Amtsantritt im Herbst wiederholt neue Akzente in der Asylsozialpolitik gesetzt und das Thema aus den großen, parteipolitischen Debatten damit herausgehalten.

Der Standort Deggendorf wird nicht der letzte bleiben. Ziel der Staatsregierung ist, für jeden Regierungsbezirk eine zumindest kleinere Erstaufnahmeeinrichtung aufzubauen. In Schwaben, der Oberpfalz und Teilen Frankens dürften deshalb weitere Standorte gsucht werden. In den 90er-Jahren gab es in Deggendorf bereits eine solche Stelle mit rund 500 Plätzen, sie wurde später zu einer Gemeinschaftsunterkunft fortentwickelt.

cd

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