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Ex-Bundespräsident Christian Wulff mit seinen Anwälten Michael Nagel (links) und Bernd Müssig.

Neue Beweisanträge

Wulff-Prozess verzögert sich wohl

Hannover - Das Korruptionsverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff könnte sich noch einmal verzögern. Schuld daran hat die Staatsanwaltschaft Hannover.

Die will laut „Bild am Sonntag“ neue Beweisanträge stellen. Ursprünglich sollten bereits am nächsten Prozesstag an diesem Donnerstag (9. Januar) die Plädoyers gehalten werden. Diese plane das Gericht nun für den 16. Januar, das Urteil solle am 22. Januar fallen, hieß es laut Zeitung. Bei der Anklagebehörde war dazu am Sonntag zunächst niemand zu erreichen.

Wulff muss sich seit November wegen Vorteilsannahme vor Gericht verantworten. Er soll sich für ein Filmprojekt des mitangeklagten David Groenewold bei der Siemens-Spitze starkgemacht haben, nachdem der Unternehmer für ihn einen Teil der Kosten des gemeinsamen Oktoberfestbesuchs 2008 übernommen hatte.

Eigentlich sind bis in den April hinein Verhandlungstage angesetzt. Im Dezember hatte das Gericht jedoch eine Einstellung des Verfahrens angeregt, weil der Vorwurf der Vorteilsannahme bisher nicht belegbar sei. Sowohl Anklage als auch Verteidigung hatten aber auf einem Urteil in der Sache beharrt.

dpa

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