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Die Kämpfe in der Ostukraine flammen wieder auf. Trotz eines vereinbarten Waffenabzugs haben wurde schweres Kriegsgerät eingesetzt. Foto: Alexander Ermochenko

Neue blutige Gewalt in der Ostukraine

Sechs Monate nach den Friedensgesprächen in Minsk spitzt sich die Lage in der Ostukraine weiter zu. Auf einen Waffenabzug hoffen nur wenige. Einigen sich Russland und der Westen auf einen neuen Vorstoß?

Kiew/Moskau (dpa) - Trotz eines vereinbarten Waffenabzugs haben die Konfliktparteien in der Ostukraine schweres Kriegsgerät eingesetzt.

Die Armee und die prorussischen Separatisten hätten aus Haubitzen mit Kalibern von 122 und 152 Millimeter gefeuert, sagte Alexander Hug von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Kiew. Solche Waffen müssten einem Abkommen zufolge längst von der Frontlinie abgezogen sein. Die ukrainische Regierung sprach von den heftigsten Gefechten seit der Vereinbarung einer Feuerpause im Februar und gab den Aufständischen die Schuld daran.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow zeigte sich bei einem Telefonat mit seinem US-Kollegen John Kerry "äußerst besorgt" über die Lage im Nachbarland. Lawrow habe die ukrainische Regierung mit Nachdruck zum Dialog mit den Separatisten aufgefordert, teilte das Außenamt mit. Beide Seiten müssten Provokationen unterlassen.

Die Militärführung in Kiew sprach von mindestens zwei Toten und zehn Verletzten innerhalb von 24 Stunden. "Es gab 153 Schüsse auf unsere Stellungen - wie zu heftigsten Kampfzeiten", sagte Alexander Turtschinow vom Sicherheitsrat. Die Aufständischen teilten ihrerseits in Donezk mit, bei Kämpfen seien auch Zivilisten getötet worden.

Im Ringen um eine Umschuldung setzte die ukrainische Finanzministerin Natalija Jaresko ihre Gespräche in den USA mit privaten Gläubigern fort. Die Führung der vom Staatsbankrott bedrohten Ex-Sowjetrepublik verhandelt seit Monaten. Die prowestliche Regierung in Kiew bezieht unter anderem Milliarden vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

OSZE-Berichte

Mitteilung über Telefonat

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