Verhandlung zu Diesel-Fahrverboten: Darum wurde das Urteil vertagt

Verhandlung zu Diesel-Fahrverboten: Darum wurde das Urteil vertagt
+
Das aktuelle Cover des französischen Satire-Magazins Charlie Hebdo.

Weder Angst noch Resignation

Neue "Charlie Hebdo": Schwarzer Humor gegen dunkle Zeit

Paris - "Sie haben die Waffen. Scheiß drauf, wir haben den Champagner": Die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" reagiert in ihrer neuesten Ausgabe mit einem Trotz-Aufruf auf die Anschlagsserie.

Die Titelseite zeigt einen tanzenden jungen Mann mit von Kugeln durchlöchertem Körper, der sich ein Glas Champagner in den Mund gießt. Dabei schießt der Champagner aus den Löchern in seinem Körper wieder heraus.

"Die Pariser sind entschlossen, sich weder der Angst noch der Resignation zu ergeben", schreibt Chefredakteur Riss im Editorial. Zugleich ruft er dazu auf, sich weiter mit dem Islam auseinanderzusetzen. "Die Klippe der Spaltung zu vermeiden darf uns nicht dazu bringen, das Recht aufzugeben, die Religion zu kritisieren". Es sei auch eine Absicht der Attentäter von Freitagabend gewesen, "diese Freiheit zu eliminieren".

Bei dem Angriff auf die "Charlie-Hebdo"-Redaktion am 7. Januar waren zwölf Menschen getötet worden. Islamistische Attentäter hatten die Zeitschrift gezielt ausgesucht, weil sie mehrfach Mohammed-Karikaturen gedruckt und den Islamismus scharf kritisiert hatte. Die überlebenden Redakteure und Zeichner ließen sich aber nicht einschüchtern: In der erste Ausgabe nach dem Blutbad hatten sie eine weitere Mohammed-Karikatur auf dem Titel abgedruckt. "Ich bin Charlie" stand in der Sprechblase, die Überschrift lautete: "Alles ist vergeben."

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verhandlung zu Diesel-Fahrverboten: Darum wurde das Urteil vertagt
Dürfen Städte künftig Fahrverbote für Dieselautos aussprechen? Darüber verhandelte heute das Bundesverwaltungsgericht. Doch das Urteil verschiebt sich. 
Verhandlung zu Diesel-Fahrverboten: Darum wurde das Urteil vertagt
Rüstungsexporte in Milliardenhöhe an Jemen-Kriegsallianz
Vor drei Jahren begann die Militärintervention Saudi-Arabiens und weiterer arabischer Staaten im Jemen. Seitdem wurden weiter Rüstungslieferungen in Milliardenhöhe aus …
Rüstungsexporte in Milliardenhöhe an Jemen-Kriegsallianz
Rechte Aktivisten sollen Bundestagswahl-Diskussionen manipuliert haben
Rechtsradikale Medienaktivisten haben nach Medienberichten im Bundestagswahlkampf Diskussionen im Internet gezielt manipuliert.
Rechte Aktivisten sollen Bundestagswahl-Diskussionen manipuliert haben
Antrag zu Verschleierungsverbot: AfD zieht im Bundestag Spott auf sich
Die AfD hat im Bundestag ein generelles Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit gefordert. Damit hat sie viel Häme der anderen Fraktionen auf sich gezogen.
Antrag zu Verschleierungsverbot: AfD zieht im Bundestag Spott auf sich

Kommentare