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Ein paramilitärischer Polizist bewacht den Eingang der US-Botschaft.

26-Jähriger verletzt sich

Neue Details zu gefundenem Sprengsatz vor US-Botschaft in Peking: Bombenleger offenbar „geistesgestört“

Vor der amerikanischen Botschaft in Peking ist am Donnerstag ein Sprengsatz explodiert. Der Bombenleger leide offenbar unter einer „paranoiden Persönlichkeitsstörung“.

Update 16.43 Uhr

Die chinesische Polizei beschrieb den 26-jährigen Bombenleger nach ersten Ermittlungen als geistesgestört. Er leide unter einer „paranoiden Persönlichkeitsstörung“. Wegen Halluzinationen sei er 2016 im Krankenhaus gewesen und psychologisch behandelt worden.

Der aus Tongliao in der Inneren Mongolei stammende Mann hatte den Sprengsatz aus Feuerwerksmaterial selbst gebastelt. Am Tatort wurden noch drei nicht gezündete, fast 20 Zentimeter lange Feuerwerkskörper gefunden, berichtete die Polizei. Warum er sich die USA-Botschaft für seine Aktion ausgesucht hatte, blieb unklar.

Update 9.42 Uhr

Nach Angaben der Polizei verletzte sich der Bombenleger bei der Explosion selbst an der Hand. Der 26-Jährige sei nicht in Lebensgefahr. Er habe den Sprengsatz vermutlich aus Feuerwerksmaterial selbst zusammengebaut, teilte die Polizei mit. Der Mann stamme aus der autonomen Region Innere Mongolei im Norden Chinas.

Die US-Botschaft bestätigte die Explosion: „Nach Angaben des Sicherheitsoffiziers der Botschaft gab es eine Person, die die Bombe gezündet hat. Außer dem Bombenleger wurde niemand verletzt.“

Erstmeldung

Peking - Vor der amerikanischen Botschaft in Peking ist am Donnerstag ein Sprengsatz explodiert. Größere Schäden gab es nicht, wie Augenzeugen berichteten. Auf dem Boden an einer Ecke der Botschaft waren aber Explosionsspuren zu sehen. Nach widersprüchlichen Angaben von Augenzeugen soll ein Mensch verletzt worden sein.

Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr von einem chinesischen Mitarbeiter der US-Botschaft, jemand habe einen Gegenstand über den Zaun auf das Grundstück des Anwesens geworfen. Doch habe ein Botschaftsmitarbeiter das Teil wieder zurück auf die Straße geworfen, wo es dann explodiert sei. Es sei ein selbst gebastelter Sprengsatz gewesen.

„Es gab eine Explosion und dann eine große Rauchwolke“, berichtete ein Augenzeuge. Die Polizei riegelt das Gebiet um die Botschaft vorübergehend ab, gab die Straße vor der Botschaft aber nach weniger als einer Stunde wieder für den Verkehr frei.

Eine Frau, die in der Botschaft ein Visum beantragte, sagte der dpa: „Es gab einen Alarm, dann stürmten viele Leute mit schusssicheren Westen durch den Raum.“

Nach Augenzeugenberichten hatte jemand einen Gegenstand über den Zaun geworfen.

Rauch und Menschen sind auf einem Twitter-Foto zu sehen, dass die US-Botschaft in Peking zeigen soll.   


Weitere Infos in Kürze.

dpa/afp

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